Preise der Stadt Wien 2026: Ein Festabend im Zeichen von Kunst, Wissenschaft und gesellschaftlichem Engagement

Stadt Wien würdigte herausragende Persönlichkeiten und Initiativen im Wiener Rathaus. Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler überreichte die Auszeichnungen.

Von gesellschaftskritischer Kunst über wegweisende wissenschaftliche Forschung bis hin zu Initiativen, die das soziale und kulturelle Miteinander stärken: Die Vielfalt und Kreativität Wiens standen am 4. November im Mittelpunkt der feierlichen Verleihung der Preise der Stadt Wien 2026. Im Festsaal des Wiener Rathauses wurden Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, die mit ihrem Schaffen neue Perspektiven eröffnen, gesellschaftliche Entwicklungen mitgestalten und einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen und wissenschaftlichen Leben der Stadt leisten.

Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler überreichte im Namen von Bürgermeister Michael Ludwig die Auszeichnungen. Im Rahmen des Festakts wurden zudem die Preise für Kulturinitiativen 2026, der Arnold-Schönberg-Preis 2026 sowie die Dr.-Karl-Renner-Preise 2025 vergeben. Damit rückte die Stadt Wien neben herausragenden künstlerischen und wissenschaftlichen Leistungen auch zivilgesellschaftliches Engagement und kulturelle Teilhabe in den Fokus.

Kaup-Hasler unterstreicht die Bedeutung von Kunst und Wissenschaft

„Wien ist eine Stadt, die auf Wissen, Vielfalt und Zusammenarbeit der Vielen aufbaut. Kunst und Wissenschaft sind unverzichtbare Kräfte einer offenen, demokratischen und zukunftsfähigen Gesellschaft. Sie erweitern unseren Blick auf die Welt, hinterfragen bestehende Denkmuster und eröffnen neue Perspektiven auf die Herausforderungen unserer Zeit. Die ausgezeichneten Personen verkörpern all dies mit ihrem Schaffen und ihrer Haltung. Ich gratuliere herzlich allen Preisträgerinnen und Preisträgern“, sagte Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Die Preise der Stadt Wien würdigen Persönlichkeiten, deren bisheriges Schaffen weit über ihre jeweiligen Fachgebiete hinaus Wirkung entfaltet. Die Förderungspreise der Stadt Wien setzen ein Zeichen für die Unterstützung künstlerischer und wissenschaftlicher Entwicklung. Sie würdigen vielversprechende Positionen aus Architektur, Bildender Kunst, Literatur, Musik, Wissenschaft und Volksbildung und bestärken die Ausgezeichneten auf ihrem weiteren Weg.

Festrede von Preisträgerin Ingrid Brodnig

Einen der Höhepunkte bildete die Festrede der Publizistin und Autorin Ingrid Brodnig, die heuer mit dem Preis für Publizistik ausgezeichnet wurde. Brodnig beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Auswirkungen digitaler Technologien auf Gesellschaft und Demokratie. In ihren Arbeiten beleuchtet sie insbesondere die Verbreitung von Desinformation, Hass im Netz und die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Öffentlichkeit. „Wir leben in einer Zeit, in der der Lauteste oder der Provokanteste oft den Ton angibt. Als Gesellschaft haben wir aber die Möglichkeit und auch die Pflicht, die Regeln des Miteinanders und der Kommunikation mitzubestimmen“, betonte Brodnig.

Durch den Festabend führte Moderatorin Teresa Vogl. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Duo ELSA mit Sängerin Elsa Steixner und Julian Bazzanella am Keyboard. Filmische Porträts gaben Einblicke in das Schaffen der ausgezeichneten Persönlichkeiten und Initiativen.

Mit den Preisen für Kulturinitiativen wurden im Jahr 2026 zwei Projekte gewürdigt, die sich für kulturelle Beteiligung und gesellschaftlichen Austausch einsetzen. Die Auszeichnungen gingen an den Bildungs- und Kulturverein A.R.E.A.L. sowie an QMA – QUESTION ME & ANSWER, getragen von SolidarityPlus – Verein für ein solidarisches Miteinander. Die Preise unterstreichen die Bedeutung unabhängiger Kulturinitiativen, die Begegnungsräume schaffen, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und das vielfältige kulturelle Leben Wiens bereichern.

Der Arnold-Schönberg-Preis 2026 wurde an die Komponistin Mirela Ivičević verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt Wien ihr künstlerisches Schaffen im Bereich der zeitgenössischen Musik.

Einen weiteren Schwerpunkt des Festabends bildete die Verleihung der Dr.-Karl-Renner-Preise 2025. Ausgezeichnet wurden die Aids Hilfe Wien, der Verein Kreativ am Werk sowie der Verein Wiener Frauenhäuser. Die drei Organisationen engagieren sich in unterschiedlichen Bereichen für ein solidarisches und inklusives Zusammenleben.

Die Fachjurys im Überblick

Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt auf Vorschlag unabhängiger, regelmäßig wechselnder Fachjurys.

Preise und Förderungspreise der Stadt Wien:
Architektur: Jerome Becker, Susan Kraupp, Elke Rauth, Anna Wickenhauser / Bildende Kunst: Manisha Jothady, Claudia Märzendorfer, Hans Schabus, Nina Schedlmayer, Eva Maria Stadler / Medienkunst: Anne Faucheret, Günther Oberhollenzer, Jeanette Pacher / Literatur und Publizistik: Andrea Fredriksson-Zederbauer, Angelika Reitzer, Peter Zimmermann / Musik: Harald Baumgartner, Astrid Schwarz, Beate Wiesinger, Philip Yaeger / Wissenschaft und Volksbildung: Rainer Bauböck, Ulrike Felt, Gabriella Hauch, Elisabeth Brugger / Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) und Medizinische Wissenschaften (MW): Sabine Seidler, Stefan Thurner, Sophie Zechmeister-Boltenstern, Josef Smolen

Arnold-Schönberg-Preis:
Harald Baumgartner, Astrid Schwarz, Beate Wiesinger, Philip Yaeger

Dr.-Karl-Renner-Preise:
Vizebürgermeisterin und amtsf. Stadträtin Bettina Emmerling, Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin Kathrin Gaál, amtsf. Stadträtin Veronica Kaup-Hasler, 3. Landtagspräsident Gerhard Schmid, Gemeinderätin Patricia Anderle, Gemeinderätin Ursula Berner, Gemeinderat Armin Blind, Gemeinderätin Ewa Johler, Gemeinderat Michael Stumpf

Preise für Kulturinitiativen:
Philipp Yaeger, Vera Wolf, Katrin Pröll, Katharina Pizzera, Arno Rabl

Über die Preise der Stadt Wien

Die Preise der Stadt Wien werden seit 1947 in den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Medienkunst, Literatur, Musik, Publizistik, Wissenschaft und Volksbildung vergeben. Sie sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert und würdigen herausragende bisherige Leistungen.

Die seit 1951 zusätzlich vergebenen Förderungspreise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert und sollen die Ausgezeichneten in ihrer weiteren künstlerischen und wissenschaftlichen Entwicklung bestärken.

Preise der Stadt Wien 2026

  • Architektur:

GABU Heindl Architektur
Die Architektin Gabu Heindl arbeitet an der Schnittstelle von Stadt und Architektur, Lehre und politischer Praxis. Ihre Arbeit beschreibt die Jury als „Eingriffe in bestehende Verhältnisse“. Fragen des öffentlichen Raums, leistbaren Wohnens und kollektiver Planungsprozesse bilden dabei das verbindende Geflecht einer aktiven Positionierung. Gewürdigt wird zudem ihre Auseinandersetzung mit radikaler Demokratie und intersektionaler Gerechtigkeit sowie eine Praxis von realer gesellschaftlicher Wirksamkeit. Die multiplen Formate dieses Tuns – im Entwurf, im Schreiben und in der Lehre – verschränken sich zu einer inhaltlich dicht verwobenen Praxis.

  • Bildende Kunst:

Toni Schmale (Antonia Schmale)
Im skulpturalen Werk von Toni Schmale verschmelzen maschinelle und humanoide Versatzstücke und verhandeln Themen wie Geschlechterstereotype und Körperpolitiken. Schmale studierte in Leipzig und Wien und hat ihr Werk laut Jury konsequent über die Jahrzehnte weiterentwickelt. Hervorgehoben werden ihr experimenteller wie virtuoser Umgang mit jenen Materialien, die üblicherweise in der Industrie verwendet werden, sowie Arbeiten mit assoziationsreichen Titeln wie „good enough mother“, „vagina dentata“ und „170 grad 400 grad“, die sich durch eine Formsprache auszeichnen, die am Material entlang gearbeitet ist und darin ihre Dringlichkeit äußert.

  • Medienkunst:

Enar de Dios Rodríguez
Die Medienkünstlerin Enar de Dios Rodríguez erhält die Anerkennung für die künstlerische Komplexität, ästhetische Kohärenz und politische Relevanz, die ihre Arbeit auszeichnet. Die Jury würdigt ihre forschungsbasierte, multidisziplinäre und multimediale Praxis, die unermüdlich die extraktivistische Logik des kapitalistischen Systems untersucht – von Infrastrukturen bis zu Subjektivitäten, von Umwelt bis zu Körpern. Hervorgehoben werden die intellektuelle Strenge und formale Präzision ihrer Arbeit sowie ihre Fähigkeit, komplexe Forschung in eindrucksvolle ästhetische Erfahrungen zu übersetzen.

  • Literatur:

Robert Menasse
„Robert Menasses literarisches Schaffen – ob als Romancier oder als Essayist – durchzieht die Vorstellung des Individuums als Essenz politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse.“ Die Jury verortet seine Literatur zwischen jüdischer Familiengeschichte, der Neubestimmung einer europäischen Identität und den Grenzen des europäischen Verwaltungsapparats. Stets handelt sie vom „Scheitern der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins zum allumfassenden Geist“ und davon, „dass in jedem Fortschritt die Gefahr der Rückabwicklung steckt“.

  • Publizistik:

Ingrid Brodnig
In ihren Büchern, Kolumnen und digitalen Publikationsformaten untersucht Ingrid Brodnig die Auswirkungen der Digitalisierung auf Gesellschaft und Demokratie. Die Jury würdigt ihre „Analysen zur Debattenkultur im Netz und auf der Straße, zu Desinformation, Hass im Netz und digitaler Gewalt sowie ihre Aufklärung über die Verrohung des digitalen Diskurses“. Hervorgehoben wird zudem ihre Rolle als empathische und unermüdliche Übersetzerin digitaler und analoger Formate und ihr Einsatz für eine faire digitale Gesellschaft.

  • Musik:

Die Strottern
Seit ihrer Gründung 1996 prägen die Strottern das Wienerlied nachhaltig. Die Jury streicht heraus, dass Klemens Lendl (Geige und Gesang) und David Müller (Gitarre und Gesang) Tradition und Gegenwart auf einzigartige Weise verbinden und dem Genre mit gelassener Selbstverständlichkeit neue Dimensionen an musikalischer Offenheit, Tiefsinn und Zärtlichkeit eröffnen, ohne dessen Humor und Eigenwilligkeit zu verlieren. Mit Einflüssen aus Jazz, Neuer Musik und Improvisation führen sie das Wienerlied in einen zeitgenössischen internationalen Kontext.

  • Geistes-, Sozial-, Kultur-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (GSK):

Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Prainsack
Barbara Prainsack ist Universitätsprofessorin für Vergleichende Politikfeldanalyse an der Universität Wien. Internationale Bekanntheit erlangte sie mit ihren Arbeiten zu Biomedizin, personalisierter Medizin und Solidarität im Gesundheitswesen. Als besonders bemerkenswert und wichtig erachtet die Jury „die thematische Breite und gesellschaftspolitische Relevanz ihrer aktuellen Forschungen, die sie weit über ihr ursprüngliches Fachgebiet hinausgeführt haben.“ Heute stehen Solidarität im Wohlfahrtsstaat, Ökologie und Klimapolitik sowie die politischen Folgen der Digitalisierung im Zentrum ihrer Arbeit.

  • Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT):

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Dr. h.c. mult. Günter Blöschl
Günter Blöschl erhält den Wissenschaftspreis der Stadt Wien für seine international herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Hydrologie. Als Professor an der Technischen Universität Wien hat er „maßgeblich zum Verständnis von Hochwasserprozessen, Niederschlags-Abfluss-Dynamiken und hydrologischen Extremereignissen beigetragen“ – betont die Jury. Seine Forschung liefert zentrale Grundlagen für das Hochwasserrisikomanagement und den nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen im Klimawandel. Internationale Vernetzung, einflussreiche Publikationen und sein Engagement in der Nachwuchsförderung zeichnen sein Wirken aus.

  • Medizinische Wissenschaften:

Univ.-Prof.in Dr.in med. univ. Irene Lang
Irene Lang, Professorin für Gefäßbiologie an der Medizinischen Universität Wien, ist Kardiologin und zählt zu den führenden Expert*innen für Lungengefäßerkrankungen. Nach Studium und Promotion in Wien sowie Forschungsaufenthalten in den USA etablierte sie gemeinsam mit dem Okayama Medical Center in Japan die pulmonale Ballon-Angioplastie. Mit dieser Methode können verschlossene Lungenarterien behandelt und Lebensqualität sowie Lebenserwartung Betroffener verbessert werden. Die Jury würdigt zudem ihr Wirken als Forscherin, Mentorin und internationale Vortragende, mit dem sie die Entwicklung ihres Fachgebiets entscheidend vorantreibt.

  • Volksbildung:

Mag. Hannes Sulzenbacher
Hannes Sulzenbacher bewegt sich seit den 1990er Jahren mit seinen Ausstellungsgestaltungen an der Schnittstelle von Wissensvermittlung und gesellschaftspolitischem Engagement. Als Mitbegründer von QWIEN, Kurator zahlreicher Ausstellungen zur jüdischen Geschichte und seit 2022 Chefkurator des Jüdischen Museums Wien, zeichnet ihn laut Jury aus, „Heiße“ Themen der Zeitgeschichte aufzugreifen, wohl durchdacht und gut nachvollziehbar aufzubereiten (…).“ Mit Ausstellungen wie „Schwarze Juden, Weiße Juden“ setzt er wichtige Impulse für differenzierte gesellschaftliche Debatten.

Förderungspreise der Stadt Wien 2026

  • Architektur:

Studio Bonfim
Studio Bonfim (Katharina Hohenwarter und Michael Hafner) entwickelt eine unverwechselbare Architektursprache mit einem materialorientierten Ansatz, der Nachhaltigkeit, Wiederverwendung und die Geschichte von Materialien in den Mittelpunkt stellt. Die Verbindung von ressourcenschonendem Entwerfen, hoher gestalterischer und poetischer Qualität sowie einer forschungsbasierten Praxis prägt die besondere Haltung.

  • Bildende Kunst:

Mag. Lukas Kaufmann
Ausgehend von der Formensprache der Wiener Moderne untersucht Lukas Kaufmann die Beziehungen zwischen Raum, Objekt und Körper. Seine Arbeiten zeichnen sich durch subtile Variationen architektonischer und gestalterischer Elemente aus, die neue Perspektiven auf Raum, Objekt und soziale Beziehungen eröffnen.

Mag.a Lisa Sifkovits
Lisa Sifkovits setzt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit gesellschaftlichen Normen, Identität und visuellen Wahrnehmungen auseinander. Durch die Transformation alltäglicher Zeichen kollektiver Identität und den vielseitigen Einsatz von Materialien wie Textil, Holz und Papier schafft sie vielschichtige Objekte und Installationen, die vertraute Bedeutungen und Sehgewohnheiten hinterfragen.

  • Literatur:

Yevgeniy Breyger
Yevgeniy Breyger schreibt eine zeitgenössische, politische Lyrik, die Kriegserfahrung, Identität und gesellschaftliche Realität mit großer formaler Freiheit und persönlicher Dringlichkeit verknüpft.

Sarah Kuratle
In ihren Romanen erschafft Sarah Kuratle ein eigenständiges literarisches Universum zwischen Realität, Traum, Mythos und Märchen. Ihre poetische, rhythmisch präzise Sprache sowie die Kunst der Andeutung erzeugen eine schwebende bis surreale Atmosphäre von besonderer Vorstellungskraft.

  • Musik:

Ralph Mothwurf
Als Komponist, Arrangeur und Gitarrist zählt Ralph Mothwurf zu den prägenden Stimmen der Wiener Musikszene. Seine Musik bewegt sich konsequent an den Schnittstellen unterschiedlicher Genres, aus denen eine unverwechselbare, persönliche Klangsprache entsteht.

Anja Obermayer
Anja Obermayer verbindet kammermusikalische Avantgarde mit Vokalimprovisation und Pop zu einer eigenständigen Klangsprache. Mit ihren Kompositionen und Vokalprojekten überzeugt sie durch künstlerische Tiefe, Ausdrucksstärke und stilistische Vielseitigkeit.

  • Geistes-, Sozial-, Kultur-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (GSK):

Mag.a Nora Lehner
Die Historikerin Nora Lehner erforscht bislang wenig beachtete Kapitel der österreichischen Sozialgeschichte und verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit innovativer Geschichtsvermittlung. Mit ihrer Arbeit macht sie komplexe historische Themen einem breiten, insbesondere jungen Publikum zugänglich.

Dr.in Klaudia Wegschaider
Die Politikwissenschaftlerin Klaudia Wegschaider erforscht Wahlrechtsreformen und demokratische Teilhabe im internationalen Vergleich. Ihre mehrfach ausgezeichnete Forschung verbindet theoretische Tiefe mit empirischer Analyse und trägt wesentlich zum Verständnis moderner Demokratien bei.

  • Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT):

Assistant Prof.in Mag.a Dr.in sc. Bernadette Rosati
Bernadette Rosati zählt zu den vielversprechendsten Nachwuchswissenschaftler*innen ihres Fachgebiets. Mit ihrer Forschung zur Aerosol- und Wolkenphysik hat sie das Verständnis von Wolkenbildungsprozessen und der Rolle biogener und anthropogener Aerosole wesentlich erweitert und sich damit als international anerkannte Forscherin etabliert.

Jan Korbel, PhD
Der Physiker Jan Korbel erforscht gesellschaftliche Dynamiken mit Methoden der modernen Physik. Seine Arbeiten zu Polarisierung, kollektivem Verhalten und Informationsverarbeitung verbinden Sozialwissenschaften mit Komplexitätsforschung und leisten wichtige Beiträge zum Verständnis komplexer gesellschaftlicher Systeme.

  • Medizinische Wissenschaften:

Elma Dervic, PhD
Elma Hot Dervic verbindet in ihrer Arbeit Medizin, Datenwissenschaft und Innovation. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und deckt mit ihrer Forschung zu Gesundheitsdaten Krankheitsrisiken und Ungleichheiten im Gesundheitssystem auf. Sie zeichnet sich durch die erfolgreiche Verknüpfung von Wissenschaft, Unternehmer*innentum und Nachwuchsförderung aus.

  • Volksbildung:

Carina Sacher, MSc und Lukas Vejnik, MSc (als Team)
Carina Sacher und Lukas Vejnik befassen sich mit dem städtebaulichen und gesellschaftlichen Potenzial von Architektur. In ihrer Publikation „Zentren geistiger Stadterweiterung“ zeigen sie am Beispiel Wiens, wie kommunaler Wohnbau, Volksbildung und öffentliche Räume zur Förderung von Kultur, Begegnung und sozialem Zusammenhalt beitragen können.

Bisherige Preisträger*innen

Die bisherigen Preisträger*innen der Preise der Stadt sind hier zu finden sowie die bisherigen Preisträger*innen der Förderungspreise der Stadt Wien hier.