
Im afrikanischen Malawi geboren und in Kärnten aufgewachsen, hat sich Norb Payr vor vielen Jahren dazu entschlossen, seinen Lebensmittelpunkt nach Wien zu verlegen. In der Bundeshauptstadt angekommen, machte er sich auch sogleich daran, sich musikalisch zu verwirklichen. Verschiedene Bandprojekte in Angriff nehmend, unter anderem gelingt es ihm mit der Formation Jaybirds zu einer gewissen Bekanntheit zu gelangen, gelingt es dem Musiker schnell Anschluss an in die Szene zu finden. Seinen vielleicht persönlichsten Ausdruck in der Musik entdeckt er allerdings erst als Solokünstler. Oftmals alleine mit einer Gitarre in der Hand macht sich Norb Payr daran, seine ganz eigene Interpretation des Begriffs Liedermachertum zu verwirklichen. Filigran, dezent und frei von jeglichen Pathos zu Werke gehend, entwirft er sich seine ganz eigene und unverkennbare Klangsprache, die sich aus Elementen unterschiedlicher Spielformen formt.
Stilistisch am ehesten zuordnen lässt sich das vom Liedermacher Dargebotene dem Country, Folk, Americana und in Anflügen dem Pop der 60er Jahre, wiewohl Norb Payr eher auf eine verträumte und behutsame Schiene setzt, denn auf eine energetische und laute. Seine ungemein stimmungsvollen Songs scheinen irgendwie im Schweben begriffen zu sein und erfüllen den Raum mit einer wohligen und warmen Atmosphäre. Was der in Wien lebende Künstler entstehen lässt, sind abwechslungsreiche, berührende und in die Tiefe gehende Nummern, die niemals Gefahr laufen, sich in den Untiefen der Popularmusik zu verlieren. Eine Kunst, die nur wenige wirklich beherrschen.
Norb Payr zeigt, wie es geht. Wie man sich im Sound in erfrischender Form von der Masse abhebt. Auf jeden Fall das genau Richtige für alle Fans der anspruchsvollen Liedermacherkunst. (mt)
Foto Norb Payer: Christian Franke