Nominiert für den ersten Österreichischen Musikvideo Preis: „Speckbrot“ von Julian & der Fux

Für den in diesem Jahr erstmalig von VIS – Vienna Independent Shorts in Kooperation mit den Screensessions, poolinale und dem mica – music austria vergebenen und mit 500 Euro dotierten Österreichischen Musikvideo Preis, der am 1. Juni verliehen wird, sind insgesamt 14 Videos heimischer Acts nominiert. Darunter auch das von Clemens Kogler für das Wiener Electro-Zweigespann Julian & der Fux produzierte Video „Speckbrot“.

Treibende Beats, ein sanfter, aber doch bestimmter Bass, Synthiespielerein verschiedenster Schattierungen und ein verrauchter tiefer Sprechgesang, das sind grob zusammengefasst die musikalischen Ingredienzen von Julian & der Fux. Hört sich jetzt im ersten Moment nicht wirklich neu und spektakulär an, die Art und Weise aber, mit welcher das Wiener Electro-Duo die Versatzstücke zu einem eigenständigen Ganzen zusammenbastelt, hat dann schon Klasse und vor allem Stil.
 
Der leicht an den Elektro-Pop der 80er Jahre angelehnte und mit einem lässigen und modernen Loungefeeling versetzte Sound, welcher von dem Wiener Produzent Julian Hruza, der mit seinem „Ashes To Ashes“ Remix für David Bowieviel Aufmerksamkeit erregen konnte, und seinem Mitstreiter Lupo von Fuxblut entworfen wird, ist einer eher kühlen und eindringlichen Eleganz, sowie einer reduziert gehaltenen klanglichen Ästhetik, die alles andere als monoton und einfältig, überraschend variantenreich erklingt und auch viel Stimmung und Atmosphäre zu erzeugen in der Lage ist.


Julian & der Fux – Speckbrot
Regie: Clemens Kogler

Auf allzu ausladende Spielerein oder irgendein experimentelles Gefrickel verzichten die beiden vollkommen, eher versuchen sie mit Dezentheit und Zurückhaltung zu punkten. Worin sich Julian & der Fux vortrefflich verstehen ist, weite und sich langsam steigernde Spannungsbögen zu schaffen, die, wie auch im Song „Speckbrot“ sehr schön zu hören ist, oftmals in zarten und sich vom ersten Moment an in den Gehörgängen festsetzenden Melodien ihre fesselnden Höhepunkte finden.  

Julian & der Fux machen coole und anspruchsvolle Tanzmusik, die sich erfreulicherweise in keinem Moment in irgendeiner Form von Oberflächlichkeit verliert und auch nach vielen, vielen Durchläufen zu gefallen weiß. Dem Debütalbum des Zweiergespanns darf man daher mit großer Spannung entgegenblicken, denn zeigen alle Songs der beiden Wiener die Qualität von  „Speckbrot, kann man durchaus mit etwas Großem rechnen.

Foto Julian & der Fux: Tiana Wirth

 

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