Nomaden des Seins eine musikalische Reise durch die Wache

Der Akkordeonvirtuose Otto Lechner und der Klangkünstler und Instrumentenerfinder Hans Tschiritsch brechen am 30. September mit fünf ausgewählten MusikerInnen auf, um mit diesen eine Woche lang musizierend die wunderschöne Wachau zu durchwandern. Bespielt werden  in Rahmen dieser musikalisch außergewöhnlichen und hoch interessanten Klangreise Kirchen und Klöster, Fähren und Dorfplätze sowie Wanderwege, die Ruine Aggstein oder die Tischlerei Melk Kulturwerkstatt. Das zusätzlich Spannende an der gesamten Sache ist, das nichts Vorgefertigtes oder Eingespieltes auf dem Programm steht, sondern vielmehr das Dargebotene alleine aus der Kreativität und Phantasie der Beteiligten spontan entsteht.

Es ist ein einwöchiges musikalisches Experiment, ein Versuch, sich einmal ohne Vorgaben künstlerisch entfalten zu können, zu welchem Otto Lechner und Hans Tschiritsch einladen. Weder die an dieser Reise beteiligten MusikerInnen, die in dieser Formation noch nie aufgetreten sind, noch die an den Spielorten anwesenden BesucherInnen, werden im Vorhinein wissen, welche Richtung ein Konzert musikalisch einschlagen wird. Es geht darum, etwas Einmaliges, ein nicht wiederholbares akustisches Erlebnis zu erschaffen, eines, in welchem die musikalische Spontanität zur hohen Kunst erhoben wird. Einzig die Atmosphäre und Stimmung der jeweiligen Spielorte und Umgebungen werden es sein, die in gewisser Weise als Inspirationsquelle für die MusikerInnen dienen werden. Somit ist auch die immense klangliche Vielfalt dieser außergewöhnlichen Unternehmung vorgegeben.

Begleitet werden Otto Lechner und Hans Tschiritsch auf ihre Reise von Pamelia Kurstin, einer der bedeutendsten und anerkanntesten Theremin-Spielerinnen der Welt, dem österreichischen Gitarrenvirtuosen Karl Ritter, dem in Frankreich geborene Jazz-Perkussionisten Patrice Héral, der im Duo Catch-Pop String-Strong werkenden und aus Serbien stammenden Bratschistin Jelena Popržan und von dem in Berlin lebenden russischen Experimentell-Ethnomusiker Vladiswar Nadishana. Auf ihren verschiedenen Stationen trifft die bunt zusammengewürfelte Combo auf Gäste wie das Blechreiz Brass Quintett, das Trio Kopatchinski, den Akkordeonisten und Pianisten Franz Haselsteiner, den Saxophonisten und Hans Koller Preisträger Max Nagl,  das Zoran Madzirov – Balkan Nuevo Ensemble, so wie auf die Cellistin Rina Kaçinari.

So wenige Vorhersagen man auch treffen kann, eines scheint gewiss, wenn MusikerInnen dieser Qualität zusammenkommen, darf mit wirklich Außergewöhnlichem gerechnet werden. (mt)

 

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