Zum dreizehnten Mal wird im Rahmen des VIENNA SHORTS Festivals der ÖSTERREICHISCHE MUSIKVIDEOPREIS (MUVI) vergeben. Nominiert ist auch dieses Jahr wieder CLEMENS NIEL mit dem Musikvideo zu „Schmetterling“ von CARI CARI.
Clemens Niel ist kein Unbekannter beim Österreichischen Musikvideopreis. Letztes Jahr konnte er diesen mit dem Video zu „The Dream“ von oh alien bereits für sich entscheiden. Auch im Jahr davor wurde er bereits von der Jury lobend erwähnt. Niel lebt in Linz und ist Regisseur und Kameramann tätig. Eines seiner Spezialgebiete sind Musikvideos. Neben der Zusammenarbeit mit oh alien hat er auch Projekte für Miles & Flip, Sharktank, Smack, Naked Cameo und Dive umgesetzt.
Das burgenländische Duo Cari Cari, bestehend aus Stephanie Widmer (Vocals, Drums & Didgeridoo) und Alexander Köck (Vocals & Guitar), hat sich mit seinem unverwechselbaren DIY-Sound längst in die Herzen der europäischen Musikszene gespielt. Ihr Vintage-Sound – irgendwo zwischen Ennio Morricone und Surf-Rock – begeistert seit geraumer Zeit ein stetig wachsendes Publikum. Unter anderem waren sie Teil des renommierten Primavera Festivals in Barcelona. Im März 2025 veröffentlichten sie ihr drittes Album mit dem Titel „One More Trip Around The Sun“. Darauf findet sich auch die Single „Schmetterling“, eine reduzierte und zugleich energiegeladene Indie-Rock-Nummer. Der treibende Bass, die eingängige Gitarrenmelodie und dynamische Schlagzeugfills verleihen dem Stück ein lebendiges Gefühl. Die Stimmen treten dabei etwas in den Hintergrund. Helle Synthflächen lockern den Song immer wieder auf und schaffen Raum zum Innehalten, bevor die Dynamik erneut anzieht. Gegen Ende steigern sich Komplexität und Spannung deutlich, bevor sich das Stück in einem ruhigen Finale auflöst. Dieses dynamische Wechselspiel wurde auch im Musikvideo von Clemens Niel stimmungsvoll umgesetzt.
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Eine technische Besonderheit des Videos ist, dass es auf 16 Millimeter Film aufgenommen wurde. Dadurch entsteht ein sehr weichgezeichnetes, leicht undefiniertes Bild. Das Video beginnt in einem Wald am Tag. Ein Mann mit rotem Umhang und roter Maske – der rote Schmetterling – geht zielstrebig in das Bild. Die Kamera schneidet um auf eine Nahaufnahme einer Raupe, an der der Mann vorbei geht. In der nächsten Einstellung ist der Mann näher zu erkennen. Er ist als mexikanischer Lucha-Libre-Westler gekleidet. Zeitgleich werden die Opening Credis in lila Farbe mit gelber Umrandung eingeblendet. Der Mann kommt an einem Boxring mitten im Wald an, wo er von einer Gruppe von maskierten Menschen und Stephanie Widmer, die als Trainerin fungiert, bereits erwartet wird. Er steigt sofort in den Ring. Dort wartet bereits ein Mann mit einer blauen Maske – der blaue Schmetterling – auf ihn. Alexander Köck ist als Schiedsrichter tätig und redet auf die beiden Wrestler ein, bevor der Wettkampf beginnt. Dieser startet und die Schnittbilder wechseln rasch zwischen dem jubelnden Publikum und den beiden Wrestlern. Der Schiedsrichter muss auch eingreifen, während Widmer ihren Sportler anfeuert. Dieser geht jedoch zu Boden und das Video wechselt in ein anderes Format, ähnlich wie bei einem Dia-Streifen. Zu sehen sind Stephanie Widmer und der rote Schmetterling, wie sie im Wasser stehen und trainieren.

Das Bild wechselt zurück zum Wettkampf. Der rote Schmetterling hat neue Kraft getankt und schickt den blauen zu Boden. Während dieser noch am Boden liegt, klettert der rote aus dem Ring und springt beziehungsweise fliegt aus der Ecke auf seinen Kontrahenten in Zeitlupe zu. Der Schauplatz wechselt erneut und plötzlich segelt er durch einen dunklen Raum, direkt in den Mund seiner Trainerin rein. Das Bild wechselt zurück zum Ring. Inzwischen ist es finster geworden und Flutlichter erhellen den Platz. Der rote Schmetterling hält sich den Kopf, während sich der blaue Schmetterling feiern lässt. Er bekommt vom Publikum einen Kescher überreicht und fängt damit den immer noch am Boden sitzenden roten Wrestler ein. Dieser wehrt sich jedoch und geht noch einmal über zum Angriff. Er nimmt den blauen Wrestler über die Schultern, wirbelt ihn herum und wirft ihn schlussendlich zu Boden und entscheidet somit das Match für sich. Der Schiedsrichter beendet den Wettkampf und sowohl die Trainerin als auch das Publikum sind außer sich vor Freude. Der rote Schmetterling wird als Held gefeiert. Als vorletzte Einstellung ist noch einmal die kleine Raupe zu sehen, die am Ring herumkrabbelt, bevor sich die Kamera schlussendlich vom Ring wegbewegt.
Das Musikvideo zu „Schmetterling“ fängt ein, was es heißt, niemals aufzugeben und an sich zu glauben. Clemens Niel hat dafür ausdrucksstarke, dynamische Bilder verwendet und so gleichzeitig auch den klanglichen Weg der Musik nachgezeichnet.
Ylva Hintersteiner
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