
Nun wirklich konventionell und gewöhnlich kann man den musikalischen Cross-Over-Ansatz, welchen der österreichische Jazzpianist Pianist Roland Guggenbichler und die drei aus Zimbabwe stammenden Sänger Ramadu, Vusa Mkhaya Ndlovu und Blessings Nqo Nkomo verfolgen, nicht wirklich bezeichnen. Wer kommt schon auf die Idee, die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart oder Joseph Haydns mit traditionellen Zulu-Klängen zu kreuzen? Vermutlich nicht allzu viele. Aber genau dieser Aspekt ist es, der das gesamte Schaffen dieser vier Freigeister unter einem besonderen Lichte erstrahlen und die Musikliebhaber unterschiedlichster Genres und Gattungen gleichermaßen hinhören lässt. In der Musik von MoZuluArt kann alles passieren, was auch ohne Frage der Fall ist. Nur tut es das immer mit bedacht und Respekt vor dem ursprünglichen Klang.
Es geht Roland Guggenbichler und seinen Mitstreitern nicht darum, die afrikanische Musik einfach stur ins Klassische zu übersetzen, genau so wenig haben sie im Sinn, den „Klassikern“ der Klassik ihre Originalität zu nehmen. Dieser Art ist auch die Zusammenarbeit mit dem Ambassade Orchester, das ähnliche Vorstellungen davon hat, wie man diese beiden musikalischen Welten, Traditionen und Epochen verbindet, zu verstehen. Was sie gemeinsam entstehen haben lassen, ist ein musikalisches Hörerlebnis, in dem die verschiedenen Facetten wirklich zusammenwachsen, zu etwas sehr lebendigem, pulsierendem und gediegen elegantem. (mt)
Termine:
26.04. Kunsthaus Horn, Horn
16.05. Gwandhaus, Salzburg
13.06. „Einigschaut“ Open Air, Gedersdorf
Foto MoZuluArt © Lukas Beck