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Monsterheart (c) Pressefoto

MONSTERHEART: It’s time for „The New”

MONSTERHEART ist zurzeit in aller Munde. Denn die Wiener Sängerin Anna Attar, your friendly neighbourhood goth, hat am 1. Jänner dieses neuen Jahres ihr drittes Album veröffentlicht. Der Titel der Platte ist passenderweise „The New“ ( Polkov Records) und repräsentiert somit die Themen, die sich in den Songs durchziehen: Veränderung und Hoffnung auf die Zukunft.

Cover The New
Cover “The New”

Neun Lieder umfasst das neue Album der Künstlerin Anna Attar, alias MONSTERHEART, deren Leben in den letzten Jahren von Veränderung und Neuanfängen geprägt war. Das Ende des Studiums, Hochzeit und Kind sind schon einzeln betrachtet formende Lebensereignisse, innerhalb weniger Jahre allerdings umso mehr. Es ist dementsprechend kein Wunder, das „The New“ Transformation und das Leben an sich zelebriert.

Sonnenlicht & Blumen statt Tod & Schwindelgefühle

Soundtechnisch ist die sympathische Goth ihrem selbsternannten „Graveyard Pop“ treu geblieben, inhaltlich sind auf „The New“ neue Töne zu hören. Schon die Songtitel lassen eine neue Richtung erkennen. Waren auf ihren älteren Alben („W“, 2014 und „Salam“, 2017) Lieder wie „Oh Death“, „Weep“ und „Vertigo“ vertreten, weist die neue Platte positivere Titel wie „Flowers“, „Daylight“ und „Things Change“ auf.

Willkommen in der neuen Welt

Ganz besonders sticht der Titeltrack „The New“ hervor, der gleichzeitig als ein Gespräch, das man jeden Tag mit sich selbst haben sollte, und als ein Appell an die gesamte Gesellschaft verstanden werden kann. „It is time for the new, it is time for a change” – der Wunsch nach Veränderung ist wohl besonders in Zeiten wie diesen einer, der von allen gleichsam empfunden wird. Man solle vergeben, aber nicht vergessen, sich des erlebten Schmerzes bewusst sein, aber nun nach vorne blicken. Ebenso findet sich eine Aufforderung zu mehr Solidarität in „The New“, denn als eine große Gemeinschaft solle man in der Gesellschaft aufeinander achtgeben und sich um einander kümmern: „Put a dress on and feel welcome”.

24 Sekunden Licht und Hoffnung

Zwischen den anderen Songs voller Keyboard-Orgel und stimmigen Vocals findet sich auch der nur 24 Sekunden lange Track „Daylight“, auf dem nur Annas Stimme und ein paar Gitarrenakkorde zu hören sind. Nichtsdestotrotz vermitteln diese zarten 24 Sekunden ein Gefühl von Leichtigkeit und Hoffnung, die den*die Zuhörer*in in eine friedliche Stimmung versetzt. Die Angst sowohl vor der fremden Zukunft, als auch vor dem Schmerz der Vergangenheit werden uns genommen, denn die Stimme beruhigt uns: „I come in peace, I travel light“. Hoffnungserfüllt schauen wir mit „The New“ ins neue Jahr und freuen uns auf alle Veränderungen, die auf uns und in uns warten.

Itta Ivellio-Vellin

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