
Es ist vom ersten Ton an hörbar, dass hier eine Combo am Werken ist, die in Sachen Rock ihre Lektionen gelernt hat und die handgemachte Gitarrenmusik mit genug Ecken und Kanten wirklich überzeugend und mit viel Energie umzusetzen weiß. Klaus Kochberger (Gitarre, Gesang), Thomas Hofer (Bass), Robert Walther (Gitarre) und Andy Kallenda (Schlagzeug) verstehen es, mit ihren Instrumenten umzugehen und haben auch das Gespür dafür, ihre vielen Ideen und Melodien in vielschichtige und auch sehr dynamische Arrangements zu übersetzen. Wiewohl beim Durchhören der elf druckvoll produzierten Stücke oftmals Namen solcher internationaler Ikonen wie Placebo (vor allem deswegen, weil Frontmann Klaus Kochberger in machen Momenten wirklich als der gesangliche Zwillingsbruder von Brian Molko durchgeht), Interpol oder A Perfect Circle im Raum herumschwirren, bewahren die vier Wiener erfreulicherweise dann doch die notwendige musikalische Distanz zu den Genannten.

MLE[e] zeigen mit ihrem Album „11 Buildings“, dass es auch ohne die sonst so übliche Anbiederung an irgendwelche aktuellen Trends oder Strömungen geht, dass wirklich guter, authentischer und alternativ angehauchter Indierock dann entsteht, wenn man sich als Band durch nichts beirren lässt und schlicht und einfach, mit aller Konsequenz das eigene Ding durchzieht. (mt)