
Im Grunde genommen war Hubert Mauracher eigentlich immer schon ein Musiker, der viel lieber allein an seinen Stücken herumbastelte, als sich in Zusammenarbeit mit irgendjemand anderem seine eigenen klaren Vorstellungen in irgendeiner Form verwässern zu lassen. Man kann diese Einstellung Egoismus nennen, aber genauso gut auch künstlerische Freiheit. Der Tiroler, der seine ersten Schritte in einem eher experimentell-elektronischen Umfeld tätigte, hat auf seinem neuen Album spürbar zu seinen Wurzeln zurückgefunden. Klanglich wieder mehr auf Elektro-Synthiesounds bauend, hat der gelernte Chefkoch dieses Mal Songs entstehen lassen, die erklingen, als hätte er eine Sprung zurück in die Zeit vollzogen und es das letzte Album „Loving Custodians“, das noch deutlich mehr in einem alternativrockigen Bandkontext verhaftet war, nie gegeben.
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Eine kongeniale Partnerin hat der Elektroniker in der Sängerin Sonia Sawoff (Sawoff Shotgun) gefunden, die mit den musikalischen Vorgaben des Tirolers sehr stilvoll umzugehen versteht. Sie verleiht den Songs durch ihre Stimme diesen zündenden emotionalen Funken, diesen gefühlvollen und eigenwilligen Unterton, welcher das gesamte musikalische Konzept auf wirklich feine Art abrundet.
Mit „Super Seven“ liefert Hubert Mauracher ein Album ab, das ihn einmal mehr als einen Musiker zeigt, der sich nicht in gewohnten Mustern verlieren will, sondern vielmehr danach trachtet, seinen Fans immer etwas Neues anzubieten. Auf jeden Fall sollten Musikliebhaber, die sich für anspruchsvolle Popklänge begeistern können, das neue Werk des Tirolers einer intensiven Gehörprobe unterziehen. (mt)
Hubert Mauracher (Facebook)