Matthäus Bär (c) Niko Ostermann

MATTHÄUS BÄR – „Nichts für Kinder“

Was wünschen sich Kinder dieses Jahr zu Ostern? Ganz klar: die neue EP von MATTHÄUS BÄR. Der Liebling aller Familien des Landes ist mit „Nichts für Kinder“ (Phonotron) wieder zurück und bereit, Eltern mit Kindern und Kinder mit Eltern zu unterhalten.

Cover “Nichts für Kinder”

Wer kennt ihn nicht: den unterhaltsamen Bären, der Kinder und Eltern gleichermaßen zum Lachen und Tanzen bringt? Matthäus Bär hat eindeutig sein Erfolgskonzept gefunden, denn seine Konzerte sind ausverkauft, die CDs gehen weg wie warme Semmeln und nach jedem Album schreien die Kinder nach mehr (die Eltern auch, aber halt im Geheimen). Wie Kinderlieder auch für Erwachsene funktionieren können, zeigt Bär erneut auf seinem neuen Album „Nichts für Kinder“, welches zusammen mit der Band Polkov produziert wurde. Eltern, nehmt eure Kinder, Kinder, holt eure Eltern, denn die fünf Tracks wollen gehört werden!

„Ich schmier dir Honig um den Mund“

Das Album ist gezeichnet von einer unglaublichen Sanftheit, die das Publikum in eine kindliche Fröhlichkeit versetzt. Zärtlich singt Matthäus Bär davon, dass Geld nicht alles ist, und wird dabei dezent, aber hörbar von Gitarre, Bass und Schlagzeug unterstützt. Diese Konstellation aus pädagogisch wertvollen Texten, angenehmer Stimme und zarter instrumentaler Untermalung schafft ein geradezu wohltuendes Klima – nicht nur für die Jüngsten, sondern auch die Älteren unter uns. Diese Atmosphäre steht im Kontrast zum letzten Album des Musikers, denn dieses war rockig und wild. Da Kinder bekanntermaßen Stimmungen recht schnell wechseln, ist es aber gar nicht mal schlecht, dass es sowohl ruhige als auch wilde Lieder gibt, so ist für alle was dabei.

Lyrisch ist dieses Werk qualitativ ebenso hochwertig wie die übrige Arbeit von Bär, ruhig und gelassen beschreibt er das Abenteuer, das umsonst geplant wurde, das Honig-ums-Maul-Schmieren, das so manches Kind perfekt beherrscht, und spielt sich somit in die Herzen von Groß und Klein. Die Melodien sind von Zeit zu Zeit etwas melancholisch, nicht wirklich tieftraurig, aber sehr ruhig und nachdenklich. Bei „Staub“ verfällt man in eine schläfrige Stimmung, die wunderbar angenehm ist und eine Auszeit von den Aufregungen des Alltags bietet. „Salz“, der letzte Track des Albums, handelt vom Krankwerden und Gesunden, ein schöner Song für stille Stunden. Leider hat das Album nur fünf Lieder, man ist direkt traurig, wenn es aus ist.

Matthäus Bär & Polkov haben sich ins Zeug gelegt und ein tolles Album kam dabei raus: Live kann man den Star der Kinderunterhaltung übrigens am 4. April im WUK in Wien und am 7. April im Radio Helsinki in Graz sehen.

Antonia Seierl

Matthäus Bär live
04.04. WUK, Wien
07.04. Radio Helsinki, Graz
27.05. Cselley Mühle, Oslip, C`est la Mü Festival

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Matthäus Bär
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Phonotron