Indiepop der etwas anspruchsvolleren und mehr in die Tiefe gehenden Variante steht am 31. Mai im Wiener Chelsea auf dem Programm. Zu Gast ist mit Bensh ein hochtalentierter Singer/Songwriter, von dem nicht wenige Kritiker meinen, dieser könnte den Status des Geheimtipps in Bälde hinter sich lassen. Mit im Gepäck hat Benjamin-Zolt Zsombori, wie der Musiker im bürgerlichen Namen heißt, sein Debütalbum „Clues“ (Odd One In). Was der weitgereiste gebürtige Innsbrucker auf dem Erstlingswerk auf den Weg bringt, ist ein wunderbares und spannendes Stück Musik zwischen Liedermachertum, Pop, elektronischen Experimenten und Kunstanspruch.
Benjamin-Zolt Zsombori ist ein Perfektionist, wie er im Buche steht. Von der Idee ein eigenes Album zu produzieren bis hin zur kurz bevorstehenden Veröffentlichung eines solchen vergingen insgesamt sieben Jahre. Eine Zeit, die sich, hört man sich durch die Stücke von „Clues“, mehr als gelohnt hat. Bensh zeigt, dass es in Sachen Pop immer doch noch etwas zu sagen gibt, dass sich musikalische Ansätze nicht notwendigerweise zum tausendsten Mal in altbekannten Mustern und Strukturen wiederholen müssen. Der gebürtige Innsbrucker, der ab 2004 in Cardiff und London klassische Komposition studiert hat, liebt es im Prozess des Songwritings zu experimentieren, die Grenzen des Möglichen auszuloten und neue Wege zu gehen. Darüber hinaus ist Benjamin-Zolt Zsombori jemand, der stets auch danach bestrebt ist, sich neues Wissen anzueignen. In seiner langen Zeit im Ausland (England, Island, Japan Deutschland) schloss er Bekanntschaft mit Größen wie etwa Biggi Birgisson (Sigur Rós), Gordon Raphael (The Strokes) und Dan Swift (Art Brut, Snow Patrol). Diese öffneten dem gebürtigen Tiroler die Augen für ganz Perspektiven und Sichtweisen.

Man kann durchaus sagen, dass Bensh mit „Clues“ ein wirklich starkes Erstlingswerk auf den Weg gebracht hat. Eines, das auch nach mehreren Durchläufen nichts von seinem Reiz verliert. Wer sich also für anspruchsvolle und tiefsinnige Popmusik begeistern kann, sollte das gute Stück auf jeden Fall einer intensiven Hörprobe unterziehen. (mt)