
Es sind zwar lediglich vier Songs, die auf der EP zu hören sind, die aber zeigen umso mehr, dass mit Jakob Kubizek und Stefan Deisenberger hier zwei Musiker am Werken sind, die es wirklich verstehen, Stücke entstehen zu lassen, die gleichsam mit Tiefgang und Atmosphäre zu punkten wissen. Mit „Last days in Country“ noch schwungvoll im Americana und modernem akustischen Liedermachertum startend, nehmen die beiden mit Fortdauer immer mehr an Tempo heraus, sodass mit „Say Good Bye“ eine Nummer am Ende steht, die in edler Zurückhaltung sich stetig verdichtend zum absoluten musikalischen Höhepunkt der EP erwächst.

Jakob Kubizek und Stefan Deisenberger, die schon zuvor in Formation Superformy ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellen und zuletzt auch mit ihrem Beitrag zum interdisziplinären Kunstprojekt The Nowhere Train für einiges Aufsehen sorgen konnten, verlieren sich erfreulicherweise, wie schon auf dem hochgelobten Debüt zu hören war, niemals in den im heutigen Pop so oft zelebrierten klischeebehafteten pathetischen Gesten, vielmehr versuchen sie auf leisen Sohlen mit einer gewissen Unaufgeregtheit zum Ziel zu gelangen. Und das ist, wie „Last Days in Country“ zeigt, einmal mehr auf unverkennbare Art gelungen. (mt)
Termine:
08.12. Cinema Paradiso, St.Pölten
14.12. Rabenhof, Wien
Foto Love & Fist © Andreas Jakwerth
Links:
Seayou Records