lese-takt

Eine kleine aber feine Präsenz-Bibliothek in einem Gassenlokal der Stiftgasse:  Die Bibliothek von mica – music austria, ein Ort wo Musik und Text im Mittelpunkt stehen. Mit einem völlig neuen Veranstaltungskonzept möchte mica – music austria diesen Ort in das Rampenlicht stellen und die vielfältigen Zugänge und Zusammenhänge von Musik und Text beleuchten. Lesetakt ist die Plattform, die es ermöglicht, geschriebenes über Musik hörbar zu machen, die den Literaten zur Musik und den Musikschaffenden zu(m) Wort bringt. Den Auftakt dieser Lesungsreihe gestaltet der österreichische Musiker, Entertainer und Schriftsteller Austrofred am 27. Jänner um 19 Uhr im mica.

Eingeladen wird einmal monatlich: MusikerInnen, JournalistInnen, SchriftstellerInnen lesen, schreiben, reden auf ihre Art und Weise und geben Einblick in eine persönliche Sichtweise der Zusammenhänge von Musik und Text, manchmal mit einem Augenzwinkern, jedoch immer mit Österreichbezug. Eine Lesung soll ca 1,5 h dauern. Die LeserInnen haben die Möglichkeit, einen Abend inhaltlich und musikalisch zu gestalten, eine Mischung aus Lesung und Erzählung und Musik.

 

MusikerInnen wählen die besten Stellen aus ihrem Lieblingsbuch aus, die schönsten Songtexte, die Wunderwelt der Promotexte, was hat mich animiert der zu sein der ich bin und wieso ist Musik eigentlich Macho? Die Hörgewohnheiten von SchriftstellerInnen und die schönsten/schrecklichsten Konzerterlebnisse. Ein Themen-Pool soll einen Rahmen vorgeben und gleichzeitig genügend Möglichkeiten offen lassen.

 

Musik begleitet den Abend, davor, danach, dazwischen, live oder vom Tonband, wie es den LeserInnen in ihr Konzept passt. Und immer mit Ausklang um die gefundenen Synergien von Wort und Text im neuen Netzwerk zu erforschen.

 

Der lese-takt richtet sich an die allgemeine Öffentlichkeit, an Musikerinnen und Musiker aller Genres, JournalistInnen und SchriftstellerInnen, die sich gerne mit Musik und Text auseinandersetzen.

 

Eröffnet wird diese sehr spannende Vorlesungsreihe vom Musiker, Entertainer und Schriftsteller Austrofred.

 

Nach vielen Jahren on the road, unzähligen Konzerten und gefeierten Film- und TV-Produktionen dürfen wir jetzt ein weiteres Talent an Austrofred, Österreichs beliebtestem Freddie Mercury-Impersonator, entdecken: die Schriftstellerei. In einer Special-Event-Lesung im mica wird der Champion, wie ihn seine Fans nennen, teils unveröffentlichte Aufsätze vorlesen.

 

“In meiner Anfangszeit ist es mir ein paar Mal passiert, dass einer mit dem Blasröhrl auf die Bühne schießt oder dass bei einem Frühschoppen wer schreit, schleich dich herunter, Zipfelgesicht, sonst prack ich dir eine. Das sind natürlich harte Sitten, aber durch solche Mauern und Windmühlen muss man halt durch, wenn man künstlerisch nach oben will, auch wenn einen im Endeffekt oft nur mehr die eigene Vision psychisch zusammenhält.

 

Wenigstens kann man sich damit trösten, dass auch die Größten der Großen vor solchen Niederlagen nicht gefeit sind. Auch zu einem Mozart werden ungute Zeitgenossen öfter einmal gesagt haben, du Dodl kannst dir deine Zauberflöte hinten hineinschieben.  Sie haben das Genie vom Mozart nicht erkannt.”
(aus: Ich rechne noch in Schilling, Czernin Verlag 2009)