Laura Rafetseder & Katrin Navessi im WUK

Hochklassiges heimisches Songwritertum erwartet die BesucherInnen der sommerlichen Platzkonzerte im WUK am 23. Juli. Mit Laura Rafetseder und Katrin Navessi werden gleich zwei der hoffnungsvollsten und spannendsten Vertreterinnen der jungen österreichischen  Songwriterszene eine Hörprobe ihres großen Talentes zum Besten geben.

Laura Rafetseder entdeckte schon in frühen Jahren ihre große Liebe zur Musik. Was im Grunde nicht wirklich überraschend erscheint, führt man sich einmal das familiäre Umfeld der Amstettenerin vor Augen. Der Vater, selber Mitglied einer in der heimischen Gegend bekannteren Band, und die Mutter, ebenfalls eine begeisterte Sängerin, dürften einen großen Anteil daran haben, dass sich ihre Tochter bereits mit jungen Jahren gemeinsam mit einer Gitarre in ihrem Zimmer verbarrikadierte und zu musizieren begann. Mit der Entdeckung der Beatles war es schließlich ganz um sie geschehen. Fortan widmete sie ihr ganzes Interesse der Popmusik.

Mit der Zeit erweiterte Laura Rafetseder ihr künstlerisches Repertoire zusehends. Neben den Beatles fanden immer mehr auch die besten Momente eines Joni Mitchell und oder eines Bob Dylan Eingang in ihre Kompositionen. Gemeinsam mit ihrer vierköpfigen Band The Comrats bewegt sich die Musikerin heute zwischen den Eckpunkten Folk und Pop und huldigt unverkennbar dem Sound des Pop der sechziger Jahre. Zudem ist die junge Oberösterreicherin mit einer außergewöhnlichen und ausdrucksstarken Stimme ausgestattet, mit der es ihr gelingt, die ohnehin schon sehr berührenden Songs, mit zusätzlicher Tiefe und Atmosphäre zu versehen. Inhaltlich setzt sie sich, befreit von jeglichem Klischee, mit der Thematik des Kommens und Gehens, des Abschieds und des Wiederfindens auseinander.

 

Auch Katrin Navessi reichen alleine eine Gitarre und die sanfte Stimme, um ihren Songs eine dichte und verträumte Atmosphäre zu verpassen. Aufgewachsen in Wien Ottakring ist die Songwriterin seit Kindheit an mit einem breiten Musikspektrum vertraut. Durch Einflüsse von charismatischen Frauen wie etwa Sinead O’Conor, Björk oder P.J. Harvey entwickelt sie mit den Jahren ihren eigenen Stil, wobei minimalistisches Gitarrespiel das Fundament der Songs bildet. Darauf baut schließlich der Einsatz von Text und Stimme auf, wodurch im Ganzen ein überaus hörenswertes, akustisches Gesamtpaket geschnürt wird. (mt)