Klaus Michler (c) Sarah Mistura

KLAUS „KM SPECIAL“ MICHLER – „Fusion Project 1“

Der Vorarlberger Pharmazeut und Fusion-Gitarrist KLAUS MICHLER veröffentlichte Anfang des Jahres sein erstes Solo-Album „Fusion Project 1“ (Special Music). Darauf präsentiert er zehn groovende, durch Spielfreude geprägte Titel, die Laune machen. 

Klaus „km special“ Michler ist, musikalisch betrachtet, kein unbeschriebenes Blatt, sondern weist einige Erfahrung als Live-Gitarrist in verschiedenen Rock- und Pop-Funk-Bands (u. a. Tschakos Orchestra Paranoia, He&Q, Funkombination und Bassgewitter) auf. Für sein aktuelles Album versammelte er fünf Ausnahmemusiker um sich und frönte seiner Leidenschaft für Fusion. Reggae-Grooves, verzerrte Gitarrenriffs, virtuose Unisono-Parts und „funky Jams“: All das und noch mehr gilt es auf „Fusion Project 1“ zu entdecken.

Ausnahmemusiker bei der Arbeit

Albumcover “Fusion Project 1”

Neben Michler selbst (E-Gitarre) finden sich unter den Beteiligten außerordentliche Künstler wie der aus Australien stammende Posaunist Adrian Mears (u. a. McCoy Tyner Big Band, Kenny Wheeler und Steve Swallow), der aus den USA stammende Pianist und Keyboarder Peter Madsen (u. a. Bill Frisell, Kenny Garrett, The Mingus Big Band), der Wiener Perkussionist Andi Steirer (u. a. Karl Ratzer, Harri Stojka, Georg Danzer, Ludwig Hirsch, Austria 3, Reinhard Fendrich), der Bassist und Komponist Robert Riegler (u. a. Harry Pepl, Harri Stojka, Vienna Art Orchestra) und der Schlagzeuger Tommy Böröcz (u. a. Joe Zawinul, Jaco Pastorius, Karl Ratzer, Harri Sokal).

Bei einer Besetzung von diesem Kaliber ist es wohl auch nicht allzu verwunderlich, dass sich dieses Album technisch und künstlerisch auf höchster Ebene bewegt. Ob durch wunderbare, von Gitarre und Posaune unisono gespielte Melodien, die überaus tighte Rhythmusabteilung oder virtuose Improvisationen: Die HörerInnen werden im Verlauf des Albums immer weiter in die Welt des Fusion gezogen. Dafür ist nicht zuletzt auch das geschmackvolle Spiel Michlers selbst verantwortlich. Mehr oder weniger verzerrt, voluminös und mit tragendem Charakter gibt er nicht nur die Themen der Tunes zum Besten, sondern weiß auch immer wieder, durch gefinkelte rhythmische Ideen und beeindruckende Soli zu überzeugen. Letzteren wird in der Regel viel Platz gelassen, gleichzeitig werden sie der Komposition dienlich angelegt und schaffen es, einen Bogen zwischen Vertrautem und Unerwartetem bzw. Neuem zu spannen.

„Fusion Project 1“ ist ein äußerst gelungenes Album, das genau das hält, was es verspricht: die Fusion unterschiedlichster musikalischer Stile. Auf höchstem Niveau werden Ideenreichtum und Spielfreude zur obersten Maxime. Hörempfehlung für alle, die es gerne „groovend“ haben!

Alexander Kochman

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