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RSO Wien (c) Thomas Ramstorfer

Geburtstagskonzert „50 Jahre RSO Wien“

Wien (OTS) – Am 6. November spielt das ORF-RADIO-SYMPHONIEORCHESTER Wien sein Geburtstagskonzert „50 Jahre RSO Wien“ unter Chefdirigentin MARIN ALSOP, das live in Ö1 übertragen wird. Im Rahmen der Kammermusikreihe „Aus nächster Nähe“ kommt WOLFGANG FLOREYS „Nie zurück“ zur Uraufführung (8.11.). Mit DIETER SCHNEBELS „Sinfonie X“ beim Festival WIEN MODERN (16.11.) und Sergej Prokofjews Filmmusik zu „Alexander Newski“ (21.11.) sind zwei österreichische Erstaufführungen zu hören und anlässlich der Jubiläumssaison dirigiert der ehemalige RSO-Chefdirigent PINCHAS STEINBERG Schönberg, Kabalewskij und Schostakowitsch (27.11.).

Das Geburtstagskonzert „50 Jahre RSO Wien“ findet am Mittwoch, den 6. November (19.30 Uhr) im ORF RadioKulturhaus statt. Chefdirigentin Marin Alsop kombiniert für dieses besondere Konzert die „Symphonie Nr. 2“ von Robert Schumann – Vorbote eines auf zwei Konzertsaisonen angelegten Projektes, alle vier Schumann-Symphonien mit den Retuschen von Gustav Mahler aufzuführen und aufzunehmen – mit den „Drei Sätzen für Orchester“ von Friedrich Cerha. Die „Drei Sätze“ sind 2012 für das ORF Radio-Symphonieorchester Wien entstanden und wurden im April 2016 unter Cornelius Meister im Musikverein uraufgeführt. Das sind 13 Minuten Musik eines Komponisten, dessen Gesamtwerk in den letzten fünf Jahrzehnten das ORF RSO Wien ständig begleitet hat. Das RSO-Geburtstagskonzert wird live in Ö1 und Fidelo übertragen, ORF III sendet den Konzertmitschnitt am Sonntag, den 10. November um 22.20 Uhr.

Das zweite Konzert der Kammermusikreihe „Aus nächster Nähe“ findet am Freitag, den 8. November (19.30 Uhr) unter dem Titel „Serenaden ohne Bass“ im Arnold Schönberg Center statt. Auf dem Programm des ORF RSO Wien stehen Arnold Schönbergs „Alliance-Walzer“, Antonín Dvořáks „Terzett C-Dur“, Zoltán Kodálys „Serenade für zwei Violinen und Viola“, Ernst Tochs „Serenade in Spitzwegs Art“ und die Uraufführung von Wolfgang Floreys „Nie zurück“. Die meisten Werke des Abends vereint ein heiterer Charakter, wie auch die ungewöhnliche Besetzung mit drei hohen Instrumenten. Es spielen Franz-Markus Siegert und Anais Tamisier (Violine), Raphael Handschuh (Viola) und Thomas Obermüller (Bassklarinette), die Moderation übernimmt Nadja Kayali. Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am Donnerstag, den 28. November um 19.30 Uhr. Weitere Termine dieser Reihe sind am 25. März, am 29. April und am 9. Juni 2020. Die Veranstaltungen finden in Zusammenarbeit von ORF RadioKulturhaus, ORF RSO Wien und Arnold Schönberg Center statt.

Beim Festival Wien Modern spielt das ORF RSO Wien unter der musikalischen Leitung von Baldur Brönnimann am Samstag, den 16. November (19.30 Uhr) im Musikverein Wien die österreichische Erstaufführung von Dieter Schnebels „Sinfonie X“ für großes Orchester, Altstimme, Live-Elektronik und Tonband, es singt Anna Clare Hauf. Schnebels „Zehnte Symphonie“ wird nahezu vegetativ von Alltag überwuchert. Vor und nach der Konzertaufführung, in den Foyers und Gängen des Aufführungsortes, aber auch in der Pause, tönen Klänge des Verkehrs, der Kultur und der Natur. Die „Sinfonie X“ dauert über zwei Stunden und meint die ganze Welt – wie diese ist sie zerbrechlich und schutzbedürftig. Die komplette Fassung vom ersten und zweiten Teil wurde seit der Uraufführung 1992 nicht mehr gespielt. Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am Dienstag, den 3. Dezember um 19.30 Uhr.

Am Donnerstag, den 21. November (19.30 Uhr) spielt das ORF RSO Wien – gemeinsam mit der Wiener Singakademie und Marina Prudenskaya (Mezzosopran) – unter Frank Strobel die österreichische Erstaufführung von Sergej Prokofjews Filmmusik zu „Alexander Newski“ im Wiener Konzerthaus. Eisensteins patriotischer Film über den Kampf des russischen Volkes gegen feindliche Invasoren war ein ideales Sujet angesichts der akuten außenpolitischen Bedrohung der Sowjetunion durch das Hitler-Regime. Der Figur Alexander Newski gelang es, die zerstrittenen Russen vereint gegen die deutschstämmigen Ordensritter zu führen, die am 5. April 1242 in der legendären Schlacht auf dem Peipussee vernichtend geschlagen wurden. Wiederholt gab es Versuche, diesen Tonfilm live mit Orchester aufzuführen. Dabei musste man sich zwangsläufig mit einer „abgehörten“ Partitur begnügen, da die originale Filmpartitur nicht zugänglich war. Erst 2003, 65 Jahre nach ihrer Entstehung, war die Rekonstruktion der Originalfassung wieder zu hören, editiert wurde sie von Frank Strobel. Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am Donnerstag, den 5. Dezember um 19.30 Uhr.

Am Mittwoch, den 27. November (19.30 Uhr) ist das ORF RSO Wien im Musikverein Wien zu hören. Pinchas Steinberg war von 1989 bis 1996 Chefdirigent des RSO Wien, anlässlich der Jubiläumssaison 2019/20 kehrt er zum ersten Mal wieder ans Pult seines ehemaligen Orchesters zurück. Begleitet wird er von dem Geiger Michael Barenboim, den u. a. Pierre Boulez und Lorin Maazel förderten und der nicht zuletzt durch die Interpretation eines Konzertes Aufmerksamkeit erregte: dem Violinkonzert von Arnold Schönberg – ein aufregendes, zuweilen schroffes Werk, dessen Modernität acht Jahrzehnte nach seiner Entstehung noch immer frappiert. Neben Schönbergs Violinkonzert ist an diesem Abend auch die Ouvertüre „Colas Breugnon“ von Dmitrij B. Kabalewskij und Dmitrij Schostakowitschs zehnte Symphonie zu hören. Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am Dienstag, den 10. Dezember um 19.30 Uhr. Details zum Konzertprogramm des ORF RSO Wien sind abrufbar unter http://rso.orf.at.

mica-Interview mit Marin Alsop