
Das Jahresthema Stimmen dreht sich nicht nur um die Singstimme, sondern beleuchtet insbesondere auch weiterführende Bedeutungen des Begriffs. So umfasst die Auseinandersetzung neben dem ausdrucksstarken menschlichen Musikinstrument auch Tierstimmen, das Stimmen von Orchesterinstrumenten und in weiterem Sinne auch Gemütsstimmungen. Aber auch die diversen Dialekte sind von unterschiedlichem Klang der teilweisen gleichen Wörter geprägt – den Versionen des deutschen Sprachraums kann man sich hier selbst auf die Spur machen. Interaktive Installationen ermöglichen zudem einen ungewohnten Zugang mit klanglichen Ereignissen und bieten neue Sichtweisen auf alles, was mit Akustischem zu tun hat – und versetzt so in unerwartete Stimmungen. Und durch den spielerischen Umgang, der sich hinter den Stationen zum Mitmachen verbirgt, kann man den Alltag hinter sich lassen und gleichzeitig sein akustischen Fähigkeiten testen – wie wäre es, beim Tiermemory die Paare nicht anhand ihres Aussehens, sondern ihrer Klänge und Gesänge zu finden? Oder den Klängen unserer Alltagsgegenstände und ihrer Bedeutung für unsere Orientierung nachzugehen? Und auch unseren Emotionen und den dazugehörigen klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten wird auf den Grund gegangen – lachen erlaubt!
Besondere Vermittlungsprogramme stehen für unterschiedliche Altersgruppen zur Verfügung. Dabei geht es weniger um das Vermitteln von Fakten, sondern um das interaktive Erleben und das Erfahren und Nutzen persönlicher Kreativität – was beim Büffeln in der Schule oftmals zur kurz kommt, wird hier erweckt. Junge MusikerInnen sind auch bei der Eröffnung, die diesmal im Foyer des Landesmuseums Niederösterreich vonstatten geht, gefragt, denn die Big Band des Horner Gymnasiums sorgt für musikalische Einstimmung. Beteiligt sind aber auch die Studierenden der Fachhochschule St. Pölten, die hier ihre theoretischen Kenntnisse praktisch umsetzen können. (dw)
Bild Klangturm: Franz Fletzberger
http://www.klangturm.at/