Klangforum Wien – Transgressionen

Ganz auf ihre Kosten kommen Freunde der zeitgenössischen Musik am 26. April im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses. Es spielt mit dem Klangforum Wien eines der bedeutendsten und wichtigsten Ensembles für Neue Musik in Österreich. Unter der Leitung des Dirigenten Johannes Kalitzke bringt das SolistInnenensemble, unterstützt von den beiden Schlagwerkern Adam Weisman und Lukas Schiske und den Sounddesignern Peter Böhm und Florian Bogner, in ihrem Programm “Transgressionen” Werke von Beat Furrer, Peter Ruzicka und Jorge E. López zur Aufführung.

Der Konzertabend bietet Musikliebhabern einmal mehr die Gelegenheit, sich mit den unterschiedlichsten Facetten der zeitgenössischen Musik auseinanderzusetzen. Wie der Titel des Abends, “Transgressionen”, vermuten lässt, steht die Auseinandersetzung mit musikalischen Transformationsprozessen im Mittelpunkt des Geschehens. Alle drei zur Aufführung gebrachten Werke – Beat Furrers “Xenos III” (2009-2010), Peter Ruzickas “Trans” (2009) und Jorge E. López` “Das Auge des Schweigens op. 5” (1975-1976/1993-1994) – behandeln das Thema der Veränderung, die der musikalischen wie auch der inhaltlichen. Auch das Klangforum Wien selbst wandelt ist von diesem Prozess nicht ausgenommen und wandelt sich im Rahmen dieses Konzertabends aufgrund der werklichen Vorgaben von einem SolistInnenensemble zum Orchester.

Seit nun 25 Jahren gehört das Klangforum Wien zu einem fixen Bestandteil der österreichischen Kulturszene und ist mittlerweile aus dieser auch nicht mehr wegzudenken. Wohl kaum ein anderes Orchester hat im vergangenen Jahrhundert sich so sehr in den Dienst der Vermittlung von heimischer zeitgenössischer Musik gestellt, wie es das vom Komponisten und Dirigenten Beat Furrer gegründete Solistenensemble getan hat. Neue Musik sollte auch in Österreich zum Erklingen gebracht werden, so lautete das übergeordnete Motto bei der Gründung dieses wunderbaren Klangkörpers. Und geändert hat sich an dieser Intention bis heute nichts. Das musikalische Repertoire des aus 24 SolistInnen bestehenden Ensembles umfasst die bedeutendsten Werke der Klassischen Moderne wie auch Werke junger, vielversprechender KomponistInnen sowie Stücke aus dem experimentellen Jazz und der freien Improvisation. Und gerade diese Vielseitigkeit und Experimentierfreudigkeit macht es zu einem der gefragtesten Orchester weltweit. (mt)