Killed by 9Volt Batteries im Chelsea

Inzwischen fast ein Dauergast auf den heimischen Konzertbühnen ist die junge steirische Band Killed By 9V Batteries. So auch am 18. Dezember im Wiener Chelsea, wo das Trio aus Weiz dem Publikum einmal mehr Kostproben aus dem von allen Seiten hochgelobten und in diesem Jahr erschienenen zweiten Album “Escape Plans Make It Hard To Wait For Success” präsentiert.

So richtig passen sie in keine Genre-Schublade. Dafür gehen Killed By 9V Batteries viel zu vielschichtig an die Sache heran. So ist ihre Musik für die Indie-Fraktion zu hart, die Melodien für Noiserock-Puristen zu eingängig und für LoFi-Dogmatiker ist der Dreier sowieso von jenseits. Und genau das macht den Reiz dieser Band aus. Weit von jeglicher Szene-Polizei im steirischen Weiz musikalisch sozialisiert, war es nicht notwendig, sich an irgendwelchen diktierten Szenetrends zu orientieren. Es wurde einfach aus dem Bauch heraus musiziert. Herausgekommen ist eine überaus eigenständig klingende Version von Rockmusik. Das selbstbetitelte Debüt-Album erntete durch die Bank gute Kritiken und ebnete der Band den Weg in die breitere Öffentlichkeit. Nicht wenige attestierten Killed by 9Volt Batteries internationals Format.

Kürzlich erschien nun auch das Album Nummer Zwei mit dem Titel “Escape Plans Make It Hard To Wait For Success” auf dem Label Siluh. Am eigenständigen Sound hat sich nach wie vor nichts geändert. Immer noch sitzt der Dreier stilistisch zwischen den Stühlen, vereint Rock und Noise mit Hardcore und ein wenig Pop zu einem unverwechselbar klingenden Ganzen.

 

Und dass diese Musik nicht bloß im Proberaum oder im Studio funktioniert, haben Killed By 9V Batteries ja mittlerweile auch schon bei unzähligen Konzerten unter Beweis gestellt. Wer sich davon noch immer nicht überzeugen konnte, hat jetzt im Chelsea einmal mehr die Möglichkeit, dieses Versäumnis nachzuholen.(mt)

 

Link:
Killed By 9Volt Batteries