„I’M BASICALLY LOVE“ – PALFFI IM MICA-INTERVIEW

Er will am Frequency Festival als Headliner auftreten. Und in die Ö3-Charts grätschen. PALFFI, der eigentlich SEBASTIAN SPÖRKER heißt, hat große Pläne, ein gebrochenes Herz und catchy hooks. „Bei seinen Songs würden sogar Ed Sheeran oder Justin Timberlake eifersüchtig werden“, sagt Julian Le Play. Stehender Applaus für einen Songwriter, der gerade sein erstes Album veröffentlicht. Dafür klemmt sich PALFFI keine Rose zwischen die Zähne, sucht auf S.a.L.L.Y über 14 Songs allerdings nach Liebe. Die kommt und vergeht, führt über neue Wege und hinterlässt Spuren. Das könnte in Balladen-Brimborium enden, kommt bei PALFFI aber ohne Kitschkrieg aus. Warum Liebe trotzdem kitschig sein muss und Space der Place to be ist, erklärt PALFFI im Gespräch mit Ania Gleich und Christoph Benkeser.

Gerade ist dein Debütalbum erschienen. Erleichtert?

palffi: Ich habe viel Energie in diese Platte gesteckt – nicht nur Hirnschmalz, sondern auch Herz und Seele. Dass man das in meiner Musik spürt, ist mir wichtig. Glücklicherweise habe ich in der Vergangenheit die richtigen Leute kennengelernt, mit denen man das umsetzen kann.

Mit den richtigen Leuten meinst du … dein Label Earcandy?

palffi: Auch! Daneben haben Lukas Klement, Robert Wallner und Mario Fartacek mit mir produziert. Alle habe ich im Laufe der letzten Monate durch Zufälle kennengelernt. Trotzdem hat es bei den dreien sofort geklickt – es war von Anfang an easy.

Das sind super Produzenten …

palffi: Außerdem war Giovanna, die Schwester von Mario als Toplinerin dabei.

Das hört sich fast nach einem Songwriting-Camp an.

palffi: Nein, gar nicht, es war völlig ungezwungen. Ich hab mit allen dreien einen Kaffee getrunken und ihnen erklärt, wohin ich mit dieser Platte will. Die Sessions gingen dann aus diesen Gesprächen hervor. Plötzlich entsteht eine Melodie an der Gitarre … So Musik zu machen ist richtig gut!

Du hast den Hirnschmalz, das Herz und die Seele erwähnt. Was kommt in deinen Songs als erstes?

palffi: Das Herz, weil ich mir immer schon leichter getan habe, meine Gefühle in Songs aufzuschreiben. Die stärksten Gefühle entstehen durch Liebe, das kommt von Herzen. Und das hört man – die Platte ist durchzogen vom Finden neuer Liebe bis zum Verlieren dieser Liebe und dem Weg zu neuen Menschen. Privat würde ich das nicht allen Menschen erzählen. Durch die Musik wird es easy. Die meisten Songs haben sich von selbst geschrieben.

14 Songs sind auf dem Album. Fast alle drehen sich um Liebe. Da musste was raus.

palffi: Es geht nicht ausschließlich um Liebe, aber es stimmt schon, es musste raus. Schließlich bleibt Liebe ein schönes Thema, auch wenn darüber schon so viele Songs entstanden sind. Die Situation, wie man zu neuer Liebe findet, ist schließlich für alle anders – jede Geschichte darüber ist eine neue Geschichte.

Obwohl sich popkulturell und auch kapitalistisch jede:r dieser Liebes-Sujets bedient, leben wir trotzdem in einer Liebes-feindlichen Gesellschaft. Wird unsere Generation durch eine offenere Kommunikation in Beziehungen klarer in ihrer Definition von Liebe? 

palffi: Mitgefühl und Akzeptanz wird für uns immer selbstverständlicher. Mit den nächsten zwei, drei Generationen wird es keine Frage mehr sein, wie man liebt oder wen man liebt.

Es ist aber noch ein weiter Weg. Wir bewegen uns in einer Blase.

palffi: Umso mehr sage ich: Auch diese Blase hebt aufgrund der jetzigen Ereignisse langsam den Vorhang und sieht ein, wie froh sie sein kann, darin die letzten Jahre gelebt zu haben. Durch diese Wertschätzung wird sich was verändern.

In der komischen Ohnmacht der letzten zwei Wochen, haben mir viele erzählt, wie sie durch dieses Gefühl den Impuls bekommen, zumindest die Menschen, die wirklich wichtig sind, nah an sich zu halten und wertzuschätzen.

palffi: Und das gerade nach einer Zeit, in der man so viel auf Abstand gegangen ist.

Es ist alles overwhelming und betäubend.

palffi: Deswegen ist es wichtig, dass man auch auf sich selbst schaut. Ich habe seit Beginn von Corona wenig Radio oder Fernsehen gehört. Ich habe mich immer informiert, aber wenn man das zu sehr an sich ranlässt, macht es einen nur fertig.

Man muss die Distanz wahren. Das ist manchmal gar nicht einfach.

palffi: Ich habe neulich gehört, dass die Ukraine genauso weit weg ist wie Vorarlberg. Wir können froh sein, dass wir in Österreich in Frieden leben..

Und einsehen, wen wir wie lieben können. Das klingt jetzt kitschig … immerhin hast du ein ganzes Album darüber geschrieben!

palffi: Nichts ist zu kitschig – I’m basically love!

Du hast erwähnt, dass du diese Themen privat nicht vielen anvertraust. Wie sehr gibst du in deinen Songs dein Innerstes preis?

palffi: Darüber denke ich gar nicht nach. Ich will mich in meinen Songs nicht verstellen, sondern das erzählen, was mir passiert ist, durch Metaphern erklärt, aber wahr.

Ein Teil des Albums beschäftigt sich mit dem Verlassen-Werden. Songs, die Traurigkeit vermitteln, aber in sich fröhlich klingen.

palffi: Das ist wichtig, oder? In jedem Verlassen schwingt etwas Fröhliches mit, weil man eine neue Tür öffnet.

Und den Abschied zelebriert.

palffi: Das ist ein drängendes Thema. Die letzten zwei Jahre haben einige Leute gezwungen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Manche Menschen haben in ihren Partnerschaften realisiert, dass es nicht mehr passt, weil man mehr über sich gelernt hat.

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Waren die vergangenen beiden Jahre emotional turbulenter als sonst?

palffi: Ja. Zu Beginn der Pandemie war ich in einer Beziehung. Sie ging zu Ende, als das Pandemiegeschehen immer stärker abnahm. Darin sehe ich ein Muster. Die meisten Songs entstanden während der Lockdowns. Eine Zeit, in der ich mich intensiv mit mir selbst beschäftigte – und mich besser kennenlernte. Ich wusste automatisch, worüber ich schreiben will. Inzwischen sind wir alle andere Menschen geworden, nur eines bleibt: Die Leute sind heiß auf Konzerte.

„WÄHREND DER LOCKDOWNS HABE ICH MICH FÜR JEDEN EINKAUF HERAUSGEPUTZT.“

Auch wenn die Zeiten beschissen sind, man braucht ein Ventil, um mit der Situation zurechtzukommen.

palffi: Ja, voll. Viele haben in den letzten Jahren ihre Sicht auf ihr Leben verändert. Daraus sind viele zu neuen Menschen entstanden, die man jetzt nach außen bringen möchte. Das konnte ich an mir bemerken: Während der Lockdowns habe ich mich für jeden Einkauf herausgeputzt, als würde ich auf einer Fashion Show laufen. Dadurch konnte ich vieles ausprobieren, meinen hat Stil verändert. Das will ich jetzt anderen zeigen. Und das wollen alle anderen Menschen auch – die neue Person zeigen, die man geworden ist.

Das folgt den Phasen der Trauer: Am Anfang steht das Verdrängen, dann das Resignieren und am Ende der Ausbruch, der in ein Akzeptieren überführt.

palffi: Ja, es geht jetzt los, das ist mein Gefühl. Viele Leute nehmen – auch wegen der Krisen, die wir immer noch durchmachen – bestimmte Dinge nicht mehr als selbstverständlich wahr. Daraus sehe ich einen Zusammenhalt zwischen den Menschen entstehen. Man tut sich zusammen.

Was auch eine gewisse Form von Liebe ist. Das Album dreht sich aber stärker um erfüllte und zerbrochene Liebesbeziehungen. Trotzdem wirken die Songs nie kitschig.

palffi: Manchmal dachte ich mir, dass es kitschig sein könnte.

Dabei ist Liebe auch Kitsch, oder?

palffi: Liebe darf auch kitschig sein, ja! Auf dem Album geht es nicht um eine Person, sondern um mehrere Beziehungen, innerhalb derer ich andere Erlebnisse gemacht habe, die ich in unterschiedlichen Geschichten erzähle. Ich bin den Personen, mit denen ich sie erlebt habe, wirklich dankbar. Ohne sie gäbe es die Songs nicht.

Das ist eine Art, wie man Beziehungsenden zelebrieren kann.

palffi: Die Overall-Story des Albums dreht sich um das Verlassen eines sicheren Hafens und den Aufbruch ins Ungewisse. Das Cover mit dem Raumschiff spielt darauf an – auch weil mich der Space fasziniert.

Cover S.a.l.l.y.
Cover “S.a.L.L.Y”

Du wolltest mal Astronaut werden, heißt es.

palffi: Das stimmt. Ich wollte nach der Schule sogar Aerospace Engineering studieren, bin aber draufgekommen, dass ich in Physik eine komplette Null bin. Im Nachhinein bin ich froh, dass daraus nichts wurde. Schließlich ist es dasselbe wie bei Musiktheorie – wenn man es studiert, versaut man sich die Liebe dazu. Das wollte ich nie, im Gegenteil: Ich will Musiker sein. Am Frequency als Headliner zu spielen, ist mein größter Traum.

Und dein zweitgrößter Traum?

palffi: Als Musiker so berühmt zu werden, dass ich auf einen Weltraum-Trip eingeladen werde.

Als Astronaut der Liebe.

palffi: Das steht in den Sternen.

Das ist die Schlager-Metapher, die wir in deinen Liebes-Songs nicht finden.

palffi: Ich bin im Dazwischen. Dabei war es mir immer wichtig, nichts zu schreiben, was nicht war. Anders ginge es nicht. Ich versuche mich während des Singens in diese Momente einzufühlen. Deshalb habe ich mir während der Writing-Sessions auch alte Bilder von mir angesehen.

Hast du noch andere Strategien, wie du dich in emotionale Zustände des Vergangenen begibst?

palffi: Ich hab das Glück, mich gut an Gefühle zu erinnern. Das heißt nicht unbedingt, dass ich immer die richtigen Worte dafür finde – aber ich weiß, wie sich ein bestimmter Moment anfühlte.

Bist du ein nostalgischer Mensch?

palffi: Ja, schon. Ich hänge den Momenten der Vergangenheit nicht nach, bin aber froh, dass ich sie erleben durfte. Außerdem gibt es sicher Dinge, für die ich mich entschuldigen oder bedanken müsste, aber …

Die Gesellschaft suggeriert, dass man verdrängen soll.

palffi: Genau. Zu verdrängen ist in der Musik aber nicht intelligent, schließlich möchte man das Gefühl weitergeben, in der Hoffnung, dass sich manche darin wiedererkennen können. Oft entstehen Songs in Momenten, in denen ich gar nicht bewusst an einem Song schreibe, aber mich fühle. Irgendetwas geht durch mich durch und kommt aufs Papier. Das passiert aus Affekt und ist das Gegenteil von stundenlangen Songwriting-Sessions, bei denen man mit Leuten zusammenarbeitet.

Arbeitest du lieber allein oder mit anderen?

palffi: Ich brauch die richtigen Leute. Sitze ich in einer Session mit einem Topliner, der mit mir etwas erzählen möchte, was er nicht miterlebt hat, funktioniert es nicht. Bei einem Produzenten, der mich instrumental unterstützt und den Text zu mir lässt, fühle ich mich deshalb am wohlsten. Es geht um die einzelnen Werkzeuge. Alle bringen ein, was sie gut können. Beginnt man in den Bereich des anderen hineinzupfuschen, kippt es. Das musste ich an meinen eigenen Sachen lernen. Früher habe ich mit zwei Freunden einen Song geschrieben, am nächsten Tag gemixt und zwei Wochen später veröffentlicht. Mittlerweile dauert der Prozess viel länger. Ich hab Leute neben mir, die ehrlich sagen, wenn’s nicht cool klingt. Das war am Anfang komisch, weil man mit Kritik konfrontiert wird.

Wie hast du gelernt, sie anzunehmen?

palffi: Im Musikalischen lass ich mir gerne helfen, das ist wichtig. Kritik am Text lass ich zwar an mich heran, ich muss aber den letzten Entschluss ziehen.

Es ist dein Statement.

palffi: Und ein gesunder Egoismus, der mitspielt. Dasselbe gilt für das Beenden von Songs. Man muss erkennen können, wann ein Song fertig ist, sonst schreibt man ewig weiter.

Bild palffi
palffi (c) Philusofie Luisa Operschall

Hattest du das Problem?

palffi: Bei über der Hälfte der Songs auf dem Album denke ich mir heute noch, dass ich manche Stellen hätte anders machen können – aber das merke nur ich. Leute, die die Songs zum ersten Mal hören, kennen die einzelnen Prozesse dahinter nicht. Deshalb denk ich mir, chill mal.

Etwas fertig zu machen und Distanz zu gewinnen, ist wichtig.

palffi: Es gibt eine Stelle, bei der ich mir denk, mir verreißt die Stimme. Mein bester Freund hat den Song gehört und gemeint, dass es genau das sei, was ihn gecatcht habe.

Es sind die kleinen Ungenauigkeiten, die einen Song interessant machen.

palffi: Perfekt zu sein wäre fad, ja!

Hast du einen Hang zum Perfektionismus?

palffi: Ich habe ihn in mir, lerne aber zunehmend besser, ihn abzudrehen. Auf der anderen Seite ist Perfektionismus wichtig, sonst …

Wird man nie als Headliner auf der Frequency-Bühne stehen.

palffi: Genau!

Außerdem macht das Imperfekte gerade die Live-Erlebnisse aus, oder?

palffi: Wir waren gerade in Barcelona, um ein Musikvideo zu drehen. Vor dem Abflug hatten wir noch eine Probe, ich meinte: Wir müssen dort voll abreißen, es muss perfekt sein! Mein Schlagzeuger, der gleichzeitig einer meiner besten Freunde ist, erwiderte dann: Wir müssen nicht perfekt, sondern authentisch sein. Und das ist es!

„Ö3 GINGE AUCH.“

Wie schafft man den Spagat?

palffi: Jeder in meiner Band ist ein Freund von mir, das ist ein großes Glück. Wir verstehen uns, können wir selbst sein. Selbst wenn wir uns verspielen, zelebrieren wir es und haben Spaß! Deshalb spielen wir live keinen Song mit Backing-Tracks, sondern arrangieren als Band alles neu. Schließlich passieren die besten Konzerte dort, wo eine Band spielt. Klar, ein Post Malone kann allein auf der Bühne stehen und alles abreißen. Bei anderen hörst du nur, wie jemand über Auto-Tune singt. Da kann ich gleich Spotify hören.

Du hast mal gesagt, du willst auf Platz 1 der Ö3-Charts. Dein Sound würd sich auch auf FM4 ausgehen. Wohin zieht es dich mehr?

palffi: Schwierige Frage! FM4 organisert das Frequency, deshalb eigentlich FM4. Aber Ö3 ginge auch.

Am Ende bist du im In-Between und …

palffi: Keiner spielt’s! Nein, Spaß. Es ist das beste beider Welten, deshalb muss ich mich gar nicht festlegen. Es wird sich schon zeigen.

Du schreibst deinen Künstlernamen konsequent klein. Understatement?

palffi: Ha, nein! Ich bin an eines Tages durch die Palffygasse in Wien spaziert …

Die Geschichte stimmt wirklich?

palffi: Geh, das ist die langweiligste Geschichte, wie man zu einem Künstlernamen kommen kann.

Deshalb mein ich ja.

palffi: He, das ist meine Story! Wir hatten an jenem Tag eine Songwriting-Session. Ich schlug meinen Freunden vor, mich palffi zu nennen. Einer meinte dann, es wäre cool, alles klein zu schreiben. Daraufhin habe ich begonnen, alle Projekt klein zu benennen – und bin draufgekommen, dass es cool ausschaut. Aber wenn ich mich das erzählen höre, merk ich schon. Das ist eine urfade Geschichte, vielleicht sollt ich mir da was Spannenderes einfallen lassen.

Wie ist es zum Titel „S.a.L.L.Y“ gekommen?

palffi: Ich bin Fan von Geschichten und hab mir überlegt, wie man den space gut erzählen könnte: Es gibt ein Raumschiff und darin sitzt ein Astronaut, der alleine von der Erde losgeschickt wurde, um einen Planeten zu erkunden, der unbekannt ist. Er verliert aber auf dem Weg den Kontakt zur Erde und hat nur seinen Bordcomputer „Sally“.

Quasi das weibliche Pendant zu „Dave“ aus Space Odyssey.

palffi: Ja, dabei steht Sally für: “Seeking a life like yours”. Sie wollte immer ein bisschen human-like sein. Aber ich fand den Gedanken cool, dass die Leute darüber nachdenken müssen. Viele haben mich schon gefragt, was es heißt, weil die Punkte dazwischen sind. Aber ich sag immer: Kommt selber drauf!

Jetzt haben wir das Rätsel gelöst. 

palffi: Für immer und ewig.

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„S.a.L.L.Y.“ ist eine Projektionsfläche für alle.

palffi: Es wäre interessant zu erfahren, was die Leute darüber denken.

Simple Assoziation: Alle 14 Songs sind über eine Frau namens Sally: Deine On-off-Beziehung seit 10 Jahren.

palffi: Das wird die Urban legend!

Mit den Frauennamen könntest du weitermachen!

palffi: Ich fand das tatsächlich immer cool, wenn Alben irgendwie zusammenhängen.

Was kommt nach der Liebe?

palffi: Lustigerweise habe ich mir darüber schon Gedanken gemacht. Das Nächste könnte im Zeichen von Hollywood stehen.

Du magst große Themen, oder?

palffi: Ja wahnsinnig. Ich will auch, dass man sich Gedanken darüber macht – so ein bisschen das eigene Storytelling aus den Leuten kitzeln.

Warum Hollywood?

palffi: Ich liebe Hollywood-Filme, bin gerade auf dieser alten Hollywood-Film-Schiene.

Was heißt alt?

palffi: Ja, “Citizen Kane” und so Sachen. Außerdem haben wir das Musikvideo, das in Barcelona spielt, auf Super 8 gedreht. Dort haben wir auch „A Clockwork Orange“ angeschaut. Ich find die Ästhetik von diesem alten Hollywood einfach cool.

Den Retro-Touch sieht man auch im Video zu “You liked me“.

palffi: Die 70er und 80er, das war eine wahnsinnig coole Zeit. Damals haben die Künstler:innen noch was geformt. Heute gibt es wenige, die eine Musikszene prägen. Eine Person wie David Bowie oder Freddy Mercury zu werden, das ist mein Traum.

Hattest du nicht dein musikalisches Erweckungserlebnis durch Queen?

palffi: Queen und Dire Straits. Mein Papa hat sich damals eine Anlage geholt und es war einfach immer wahnsinnig laut im Wohnzimmer. Ich kann mich erinnern, wie das Publikum –  da haben Dire Straits bei irgendeiner Live-Aufnahme „Sultans of Swing“ gespielt – komplett ausgezuckt ist. In dem Moment dachte ich mir: Da möcht ich hin und werde nicht aufhören, bis ich dort bin.

Oder Live at Wembley!

palffi: Das sind Happenings, an die erinnert man sich, weil sie einmalig sind.

Das ist nochmal eine Stufe über einem Frequency Gig. Das ist so, als spielte Bilderbuch in Schönbrunn!

palffi: Ich habe erst kürzlich mit Adam Sebo [Produzent von Bilderbuch, Anm.] drüber geredet: Dass ich am Frequency spielen will. Und der hat gesagt „Du wirst dort stehen und dir denken: Was kommt als nächstes?“

Es gibt immer einen größeren Fisch im Ozean.

palffi: Wer weiß, wie ich in zwei Jahren darüber denke, wenn ich als Frequency-Headliner von der Bühne runtergehe. Ich freue mich jedenfalls auf alles, was kommt.

Go with the flow!

palffi: Vielen Dank für das Interview!

Wir danken dir!

Christoph Benkeser, Ania Gleich

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