
Es ist ein jedes Mal ein richtig schönes Musikfest, das Anfang August da im niederösterreichischen Wieselburg über die Bühne geht. Das verbindende und universale Element der Musik in den Vordergrund rückend, stellen das Veranstalterteam des Festivals rund um Hubert Seiringer eigentlich immer ein Programm auf die Beine, das von der stilistischen Vielfalt her, wirklich alle Stücke spielt. Auch heuer dürften, blickt man auf die Namen und die Herkunft der Formationen und Bands, diesbezüglich keinerlei Wünsche unerfüllt bleiben. Zu hören gibt es genauso Klezmer, etwas Jazziges, südamerikanischen Folk-Pop, energetischen und tanzbaren Ska, Tango, Reggae, Chanson, Disco, ein wenig Swing und Funk, und noch vieles mehr. Ein musikalischer Facettenreichtum, den man anderswo eher nur selten präsentiert bekommt.
Das spannende und vielschichtige Line-up liest sich folgendermaßen: Am Freitag spielen das Franziska Hatz und ihr Großmütterchen Hatz Salon Orkestar (Österreich), Monsieur Periné (Kolumbien), Les Yeux d’la Tête (Frankreich) und Ceux Qui Marchent Debout (Frankreich). Am Samstag an der Reihe sind: More Most Music (Österreich), Joe Driscoll & Sekou Kouyate (USA/Ghana), La Caravane Passe (Frankreich) und Txarango (Spanien).
Das Schöne und Besondere am Festival hiesige & dosige ist, dass es auf sehr schöne Art zeigt, wie dehnbar der Begriff der Weltmusik heute eigentlich ist, und dass man im Grunde genommen schon lange nicht mehr von einer einzigen musikalischen Sprache sprechen kann. Zu unterschiedlich, zu weit auseinanderliegend sind die klanglichen Einflüsse einer jeder Gruppierung, aber genau dieser Aspekt dieser Musikform macht die ganze Sache, eben auch so eine Veranstaltung wie hiesige & dosige, so spannend.
Foto © Les Yeux d’la Tête
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