Mit „Until We Meet Again“ (VÖ: 28.11.) legt das Duo Avin Ahmadi und Lorenz Widauer ein Werk vor, das aus einer außergewöhnlichen künstlerischen Freiheit heraus entstanden ist: Hideout Records gewährte den beiden Musiker:innen – einander zuvor völlig unbekannt – eine Carte Blanche, die sie in ein weit gespanntes Feld zwischen Jazz, persischer Musikästhetik und kammermusikalischer Präzision führt.
Ahmadi, in Teheran geboren und in Wien beheimatet, schöpft gleichermaßen aus der tief verankerten Tradition der Oud wie aus der Offenheit improvisierter Klangsprachen. Widauer, aus Salzburg stammend, verknüpft seine klassisch geprägte Vergangenheit mit einer ausgeformten Jazzsensibilität. Im Zusammenspiel entsteht ein musikalischer Raum, der sich eindeutigen Zuschreibungen entzieht. Der Austausch der beiden Instrumente verwandelt sich in einen fein austarierten Dialog, in dem Linien, Motive und Impulse mühelos ineinander übergehen.
Die Kompositionen erwachsen nicht aus starren Formen, sondern entfalten sich aus fein ziselierten Fragmenten, schwebenden melodischen Gesten und atmenden Klangtexturen. Oud und Trompete begegnen einander suchend, zart oder energisch, jedoch stets mit spürbarer Offenheit und Sensibilität. Der organische Verlauf der Stücke erzeugt eine Atmosphäre, die die Hörer:innen an ferne Orte führt, wo Ruhe und Weite zu erzählerischen Kräften werden.
Das Ensemble – Valentin Duit (Drums), Kristian Lind (Kontrabass), Albin Ormegard (akustische und elektrische Gitarre) sowie Mona Matbou Riahi (Klarinette) – erweitert diese Klangsprache um feine Schattierungen. Die rhythmische Basis bleibt transparent, schafft aber Platz für einen pulsierenden, jazznahen Untergrund, der die entstehende Spannung trägt und den Stücken zugleich Leichtigkeit wie geheimnisvolle Tiefe verleiht.
So entsteht ein Crossover-Projekt, das mit sensibler Handschrift unterschiedliche musikalische Kulturen verwebt. Die Kompositionen rufen Bilder abgelegener Landschaften hervor, verweilen in melancholischer Schönheit und entfalten einen beinahe hypnotischen Sog. Das Album eröffnet neue Hörperspektiven und zeigt, wie berührend und zeitgenössisch der Austausch zweier kontrastierender Klangwelten klingen kann.
Das Artwork des Albums entstand in Kooperation mit dem Fotografen und Rotlicht-Festivaldirektor Dino Rekanović, getragen von der Idee, analoge Bildwelten mit einer ebenso organischen musikalischen Ästhetik zu verbinden. Die Albumpräsentation findet am 27. November 2025 im Rahmen des Rotlicht Festivals im Celeste, Wien statt – zugleich der offizielle Launch von Hideout Records.
Michael Ternai
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Rotlicht Festival pres. Hideout Label Launch
27.11.2025
Celeste (Hamburgerstraße 18, 1050 Wien)
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