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FILOUS – ein Künstler im Senkrechtstartermodus

Und plötzlich ist es sehr schnell gegangen. 2015 mit dem Überhit „How Hard I Try“ quasi wie aus dem Nichts auf der Bildfläche der heimischen Popszene erschienen, zählt der erst 19-jährige Wiener Produzent und Multiinstrumentalist FILOUS heute zu den großen Hoffnungsträgern der österreichischen Popszene.

Bis 2014 konnte filous alias Matthias Oldofredi vor allem mit Remixes von Artists wie José González, Kodaline, Milky Chance und Julian le Play auf sich aufmerksam machen. Dann folgte mit dem bereits eingangs erwähnten Song der große Coup, der ihm die Tore zu einer ganz neuen Dimension aufstieß. Die aus der eigenen Feder stammende und gemeinsam mit dem Sänger und Songwriter James Hersey aufgenommene Nummer schlug ein wie eine Bombe und rückte den jungen Künstler binnen kürzester Zeit ins internationale Rampenlicht. „How Hard I Try“ schaffte es kurzfristig in die österreichischen, deutschen und niederländischen Charts sowie in die belgischen Ultratip-Charts. Mittlerweile zählt der Song auf Spotify über fünfzig Millionen Plays. Eine Zahl, die eigentlich alles sagt.

Am Sprung zum nächsten EDM-Star

Dass es sich bei „How Hard I Try“ nicht um ein Zufallsprodukt oder eine Eintagsfliege handelt, unterstrich der Wiener mit seiner wenig später folgenden bärenstarken Debüt-EP „Dawn“, die international durch die Bank gute Kritiken erhielt und den Bekanntheitsgrad von filous noch weiter hinaufschraubte. National durfte sich der als einer der nächsten EDM-Stars gehandelte Wiener bei den Amadeus Awards 2016 über Nominierungen in den Kategorien „Künstler des Jahres“, „Song des Jahres“ und „Electronic/Dance“ freuen.

Ein warmer und tanzbarer Klang

Die Musik des Produzenten und Multiinstrumentalisten – filous spielt unter anderem Gitarre, Mandoline, Klavier, Akkordeon, Bass, Flöte und Schlagzeug – offenbart sich als ein sehr stimmungsvoller, manchmal verträumter und in einen angenehm warmen Grundsound gehüllter Mix aus tanzbarem Pop und elektronischer Musik, der sich trotz aller Ohrwurmqualität zu keinem Zeitpunkt im Oberflächlichen und Seichten verfängt.  Seine Songs – wie auch die im Sommer dieses Jahres erschienene Single „Emelie feat. Buster Moe“ unterstreicht – haben unbestreitbare Qualität. Man wird also sehen, wohin der Weg von filous, der zum Drüberstreuen kommenden Jänner in den Niederlanden auch mit dem European Border Breakers Award – einem der bedeutendsten europäischen Musikpreise – ausgezeichnet wird, noch überall hinführen wird. Die Zeichen stehen gut.

Michael Ternai

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