Festival Carinthischer Sommer 2014

Der Veranstaltungsreigen des Festivals Carinthischer Sommer 2014 erstreckt sich zwischen 12. Juli und 27. August. Gleichsam als Auftakt findet bereits am 25. Mai im Congress Center Villach ein Galakonzert mit den Münchner Philharmonikern unter Semyon Bychkov und der Pianistin Khatia Buniatishvili statt. Es werden insgesamt 36 Veranstaltungen angeboten, zudem solche bei freiem Eintritt (Festakt zur Eröffnung, Einführungen, Künstlerbegegnungen etc.).

Das Eröffnungskonzert in der Stiftskirche Ossiach (12.7.) bringt die Wiederaufführung des wunderbaren Kammer-Oratoriums „Elisabeth von Thüringen“ des unvergessenen Nikolaus Fheodoroff mit hervorragenden Interpreten. Im Rahmen eines Beethoven-Schwerpunktes verbindet sich der Abschluß des Klaviersonatenzyklus von Rudolf Buchbinder (18. und 19.7.) mit einer Darbietung des legendären „Ludwig van“-Filmes von Mauricio Kagel (16.7.) und einem spannenden Interpretationsvergleich anhand der Siebenten Symphonie: Der niederländische Dirigent und Beethovenforscher Harke de Roos leitet einen Abend, bei demauch die fabelhafte Geigenvirtuosin Fanny Clamagirand mitwirkt und der einen hochinteressanten Lösungsansatz für die nach wie vor ungeklärte Tempofrage in der Musik des Meisters bereithält. Im Schlußkonzert (27.8.) erklingt Beethovens „Tanz-Symphonie“ schließlich mit dem fulminanten City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons.

Weitere Orchesterkonzerte bringen Auftritte des Lapin Kamariorkesteri unter John Storgårds mit der Theremin-Solistin Carolina Eyck (7.8., u.a. mit der österreichischen Erstaufführung des Theremin Konzertes von Kalevi Aho, der persönlich in Ossiach erwartet wird), ein Konzert mit dem Wiener KammerOrchester, das ein Wunderkind an der Violine, Daniel Lozakovitj, in einem Mozart-Konzert mit zeitgenössischen Werken chinesischer und japanischer Komponistinnen, geleitet von Yanjia Huang, verbindet (11.8.) sowie die Wiederkehr des prachtvollen Tschaikowsky Orchesters Moskau unter seinem legendären Chefdirigenten Vladimir Fedoseyev (18.8.).

Große heimische wie internationale Solisten geben sich wieder das Stelldichein: Gautier Capuçon und Jean-Yves Thibaudet in ihrem einzigen diesjährigen gemeinsamen Österreich-Auftritt (13.7.), der grandiose russische Pianist Andrey Korobeynikov (18.8.), Ferruccio Furlanetto in einem russischen Liedprogramm (19.8.), Helmut Wildhaber, Barbara Moser und Janez Gregorič u.a. mit ausgewählten Liedern von Thomas Koschat zu dessen 100. Todestag (24.8.) sowie Peter Matić in einem Musik und Dichtung über das Thema „Wasser“ vereinigenden Abend zusammen mit Clemens Zeilinger (25.8.)

Neben dem inzwischen schon traditionellen Serenadenkonzert mit den Wiener Sängerknaben (22.7.) gibt es einen Abend in der Stiftskirche Ossiach mit dem Arnold Schönberg Chor unter Erwin Ortner, in dem neben Motetten von Johann Sebastian Bach u.a. das 2013 mit dem ersten Nikolaus Fheodoroff Kompositionspreis des Landes Kärnten ausgezeichnete Werk des ukrainischen Komponisten Yevgen Gembik als Uraufführung erklingen wird.

Kammermusik sowie die Klangwelt der sogenannten „Alten Musik“ sind in ausgesuchten Konzerten – u.a. wieder in der Bergkirche Tiffen (20.8.) – zu erleben. Hervorzuheben ist ein Zyklus von drei Konzerten, der das Mandelring- und das Minetti-Quartett um die Streichquartette Nr. 14 und 15 von Darius Milhaud versammelt, die am letzten Abend gleichzeitig als Oktett gespielt werden (23., 24. und 26.7.).

Die sich immer größerer Beliebtheit erfreuende Reihe „cs_alternativ“ umfaßt 2014 sieben überaus kontrastreiche Veranstaltungen – vom Geburtstagskonzert von Mnozil Brass (31.7.) über schaurig-schöne Weltmusik aus Finnland (Gourmet, 10.8.) bis hin zum Aufeinandertreffen von Renaissancemusik und Jazz (Folias de España, 21.8.). Uraufführungen bereiten Susanna Ridler (zu Gert-Jonke-Texten, 20.7.) und das Quartett Kompost3 vor (15.7.). Die nach wie vor stark nachgefragten MusikTheaterTage für Kinder (5.5 16.8.) basieren 2014 erstmals auf einer von einer Schülergruppe des Villacher Perau-Gymnasiums erarbeiteten Textvorlage, zu der Thomas Doss die Musik geschrieben hat.
Foto Vladimir Fedoseyev © Oleg Nachinkin
Foto Ferruccio Furlanetto © Ferdinand Neumüller
Foto Susanna Ridler © Helene Waldner