FAT FEATHERS – „Island With No Name”

Wunderbar zeitloser elektronischer Pop, der mit viel Gefühl und Leidenschaft aufgeladen ist und sehr abwechslungsreich aus den Boxen schallt – genau einen solchen bekommt man präsentiert, lauscht man sich durch das Debütalbum „Island With No Name“ (Inya Records) der Wiener Formation FAT FEATHERS.

Als würden die Füße den Boden nicht berühren: Der loungehafte und in warmen Klangfarben gehaltene Sound, den das Duo Christoph Schweiger und Patricia Breiteck auf seinem Erstlingswerk zelebriert, überzeugt vor allem mit seiner ungemein stimmungsvollen, luftig-leichten Note. Das Wiener Zweiergespann bringt eine Art des elektronischen Pop zu Gehör, der vor Melodien, die sich sofort in den Gehörgängen einnisten, nur so strotzt, unglaublich viel Soul in sich trägt, sehr ideenreich in Szene gesetzt ist und mit jedem Ton die verführerische Einladung ausspricht, sich der Band anzuschließen, um gemeinsam mit ihr durch die Nummern zu schweben. Das Schöne an dem von Fat Feathers Dargebrachten ist, dass man das genauso in tanzender wie auch in entspannt hinhörender Form tun kann.

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Perfekt ausbalancierte elektronische Popmusik

Man merkt, dass mit Christoph Schweiger und Patricia Breiteck – die bei den Aufnahmen von niemand Geringerem als den Ex-Sofa-Surfer Wolfgang Schloegl in der Rolle des Co-Produzenten unterstützt wurden – zwei Leute am Werken sind, die ganz genau wissen, wo sie hinwollen, und es auch exzellent verstehen, ihre Vorstellungen in wirklich starke Songs umzumünzen.

Cover “Island With No Name”

Die beiden finden auf „Island With No Name“ die perfekte Balance zwischen bassdominierter, groovender Dynamik und eleganter Zurückhaltung, zwischen eingängigem Pop-Appeal mit Ohrwurmfaktor und anspruchsvollem jazzigen Tiefgang, zwischen Melancholie und charmanter Lässigkeit. Jeder der insgesamt neun Songs überzeugt mit einer anderen feinen Note, einem anderen Stil, wodurch sich die ganze Geschichte auf spannungsgeladene Art zu einer sehr abwechslungsreichen entwickelt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Fat Feathers mit „Island With No Name“ auf jeden Fall ein mehr als nur beachtliches Debüt gelungen ist. Man hört einfach, dass man es hier mit einem Act mit Potenzial zu tun hat. Die Songs des Wiener Duos haben Hand und Fuß und wissen wirklich in hohem Maße zu überzeugen. Man darf durchaus gespannt sein, wohin die Reise diese Band noch führen wird.

Michael Ternai

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