
Drei Jahre hat lang Thomas Petritsch an den insgesamt dreizehn Songs in Eigenregie herumgebastelt. Eine zeitliche Investition, die sich, hört man sich durch das Ergebnis durch, mehr als gelohnt hat. Das von Alexander Nefzger (Clara Luzia, Mika Vember, Kommando Elefant) co-produzierte „Astronaut“ ist so ein so richtiges optimistisches Wohlfühl-Album geworden. Die Musik erklingt mit so einer solch ungezwungenen Leichtigkeit, die einfach nur, wie drückt man es am besten aus, zum „Mitschweben“ einlädt. Bereits die drei bärenstarken Vorabsingles „Happy“, „Bye Baby“ und „Sinnerman“, die auf FM4 quasi in Dauerrotation liefen, deuteten die Richtung an. Dass der 23 jährige Grazer Singer/Songwriter, der abgesehen vom Schlagzeug und den Bläsern nahezu alle Instrumente selbst eingespielt hat, jedoch in der Lage ist, ein gesamtes Album auf diesem hohen Niveau abzuliefern, durfte man nicht erwarten. Glücklicherweise aber belehrt uns Effi eines Besseren.
Effi – Mars by mica

Effi ist es auf seinem Erstlingswerk gelungen, seine ganz eigene Version von Popmusik zu konzipieren, welche sich durch eine enorm vielfältige und höchst eigenständige Klangsprache auszeichnet, die sich deutlich von herkömmlichen Popentwürfen abhebt und ungemein international klingt. Bleibt also nur noch zu hoffen, dass man von diesem jungen und talentierten Singer/Songwriter auch in Zukunft noch einiges zu hören bekommen wird. (mt)
Foto Effi © Johannes Würzler