EDGAR – Different

STEPHAN KUTSCHER zeigt mit seinem neuen Projekt EDGAR, mit dem er gerade sein Erstlingswerk „Different“ (Blind Rope Records) veröffentlicht hat, auf welch spannende Weise man sich musikalisch neu erfinden kann.

Man muss das Rad des Rock nicht neu erfinden, um diesen in aufregender Form zum Erklingen zu bringen. Es reicht schon, wenn man ihn spannend zu gestalten weiß, ihn richtig schön vielfältig ertönen lässt und ihm genug eigenen Charakter verpasst. Und genau das tut Stephan Kutscher in seinem neuen Projekt EDGAR. Dass der gebürtige und in Wien lebende Deutsche in der Lage ist, richtig gute Rocksongs mit starken Melodien aus dem Ärmel zu schütteln, hat er schon in seinem letzten Projekt, der Kutscher’s Blues Band, eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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EDGAR ist der Versuch einer musikalischen Neuorientierung des vieltalentierten Kreativgeistes, ein Versuch, von dem man – nachdem man sich durch das Album „Different“ gelauscht hat – auf jeden Fall sagen kann, dass er mehr als nur geglückt ist. Der Mut, neue Wege einzuschlagen, hat sich für Stephan Kutscher ausgezahlt. Was man auf der Platte präsentiert bekommt, ist eine Sammlung wirklich starker handgemachter Rocknummern mit ganz eigenem musikalischem Anstrich und vielen spannenden Verknüpfungen zu anderen Genres wie etwa Blues, (Elektro-)Pop.

Diese, gemeinsam mit den steten Wechseln zwischen englischer und deutscher Sprache, sind es auch, die für das hohe Maß an Abwechslung sorgen und „Different“ tatsächlich different machen. Jeder Song steht für sich und fängt mit seiner ganz eigenen Note ein. Stephan Kutscher lässt das Pendel auf schöne Weise zwischen energetischeren und gefühlvoll ruhigeren Momenten schlagen, was jeder Art von Monotonie einen Riegel vorschiebt und den Spannungsgehalt der Platte durchgehend hoch lässt.

Wer sich also für einen anspruchsvollen Rocksound mit eigener Note begeistern kann, sollte dieses Album auf alle Fälle einer Gehörprobe unterziehen.

Michael Ternai

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