Der neue Blickwinkel, Teil IV – Old School, New School

Mit Kassetten hat alles angefangen – jetzt bin ich bei den praktischen MP3s angekommen, die lassen mich gar nicht mehr los. Zu Hause auf dem Computer, unterwegs auf dem iPod: allzeit bereit, immer mit Musik versorgt. Toll! Über den Charme von Vinylplatten verfügen sie leider nicht, aber dank ihrer Funktionalität sind die MP3s mein eindeutiger Favorit. Wie ich sonst so zu CDs, Schallplatten und Downloads stehe, erläutere ich hier mal ein wenig genauer.

An meinen tollen rot-gelben Kassettenspieler aus Plastik erinnere ich mich jetzt noch gerne zurück. Was waren das nicht für Zeiten, in denen ich bis spät in die Nacht hinein (also bis um zehn am Abend) Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen anhörte. Das Kassette-Umdrehen gehörte genauso dazu wie das nette Knacksen und Rauschen im Hintergrund.

Seitdem hat sich einiges geändert, glasklar dröhnt die Musik aus meinen hübschen Boxen, die am Computer angeschlossen sind. Oder direkt in meine Gehörgänge, über die Ohrstöpsel meines iPods. Ist zwar eindeutig praktischer als Kassetten, aber irgendwie fehlt mir das ja schon. Geduldig die Kassette per Hand zurückspulen und beim Abspielen beobachten, wie sich das Band auf- oder abwickelt. Das hatte schon was.

Was ich auch noch toll finde, das sind Schallplatten. Weil es einfach so schön ist, zum Ansehen. Groß und rund und schwarz. Und sie bringen so eine gewisse Melancholie mit sich, auch wenn ich nicht mit Schallplatten aufgewachsen bin. Besonders praktisch sind sie aber nicht, sie sind leicht zerbrechlich, groß und kaum wer hat noch einen Plattenspieler.

Also bleiben wohl noch CDs. Von denen hab ich auch ein paar, wenige, aber immerhin. Weil ich aber keinen CD-Player habe, spiele ich diese immer auf meinen Computer, wo wir wieder bei den MP3s wären. Wenn ich diese nicht gerade von CDs habe, lade ich sie mir meistens bei iTunes herunter. Da gibt es so praktische Gutscheine, die ich mir immer wieder gerne schenken lasse.

Wäre die Sache also geklärt, wo ich denn meine Musik herbekomme. Aber wo und wie höre ich sie? Wie schon erwähnt, hauptsächlich auf meinem Computer, wenn ich zu Hause bin. Da habe ich ziemlich gute Boxen und kann, wenn mir danach ist, auch mal so richtig laut aufdrehen. Ansonsten kommt mein iPod relativ häufig zum Zug. Weil ich Musik liebe und mich jedes Mal freue, wenn ich mich „wegstöpseln“ kann, von der lauten und chaotischen Welt.

Man merkt also, Musik ist mir wichtig, wichtiger als die Nostalgie, mit der Vinyl und Kassetten behaftet sind. Darauf verzichte ich gerne, wenn ich dafür meine Lieblingsbands überall hin mitnehmen kann, sie meinen Freunden schnell mal vorspielen kann und ich mich dabei von keinen lästigen Hintergrundgeräuschen ablenken lassen muss.
Miriam de Goederen