
Intendant Matthias Naske zur kommenden Saison: «Gemeinsam mit dem Team des Wiener Konzerthauses suche ich der Vielfalt der gesellschaftlichen und kulturellen Wirklichkeit künstlerische Entsprechungen gegenüberzustellen. Das Konzerthaus soll kulturelles Erleben als elementaren Bestandteil des Lebens für jeden Menschen erreichbar machen.»
In der Fülle aus rund 500 Veranstaltungen stehen vier große Musikerpersönlichkeiten für die Vielfalt des Angebots: die Geigerin Patricia Kopatchinskaja, der Dirigent Robin Ticciati, der Bariton Matthias Goerne und der Kontrabassist Georg Breinschmid. Eine Allianz mit den Wiener Symphonikern und ihrem neuen Chefdirigenten Philippe Jordan bringt zwei neue Zyklen der Wiener Symphoniker ins Wiener Konzerthaus. Und auch die Wiener Philharmoniker (Abo-Reihe «Meisterwerke») und das ORF Radio-Symphonieorchester Wien spielen neben ausgesucht attraktiven Gastorchestern eine wichtige Rolle.
11 Zyklen bringen Neues und Einmaliges, darunter innovative Formate wie «Fridays@7», knackige einstündige Konzerte der Wiener Symphoniker mit anschließendem Konzertausklang im Foyer. «Local Heroes» erweitert abermals die im Konzerthaus heimischen Genres und präsentiert Gruppen wie Koenigleopold und Sofa Surfers. «Wiener Lieder» singen u. a. Roland Neuwirth und seine Extremschrammeln. Polyphon brilliert das Vokalensemble «Company of Music». Die Literatur wird mit «Originalton» um Autorenlesungen erweitert. Zwei neue Kurzfestivals – «Gemischter Satz» und «Bridges» – sind erstmals im Frühjahr 2015 zu erleben.
Verstärkt investiert das Wiener Konzerthaus in den Bereich der Konzerte für junges Publikum: Das Angebot wird um die Serie «Cinello» für Ein- bis Dreijährige erweitert. Somit bietet das Konzerthaus 5 Abo-Reihen für Kinder und Jugendliche in 23 Terminserien an.
Eine besondere Art der Musikvermittlung wird Bertl Mütter mit seiner «Schule des Staunens» im Wiener Konzerthaus etablieren: Pro Monat wird er sich etwa zwei Konzertprogramme vornehmen, um davon ausgehend lustvoll-assoziative Umkreisungen zu vollführen, die zum eigenen Entdecken großer Musik ermächtigen sollen.
Auch das aktive Musizieren bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Musikvermittlung. 6 Sing-Along-Konzerte laden das Publikum zum Mitsingen ein. Mit dem Schmetterling Blauli haben in den letzten Jahren über 15.000 Kinderstimmen alle Säle des Konzerthauses zum Klingen gebracht und werden es weiterhin tun.
Noch sind die betriebswirtschaftlichen Probleme der Wiener Konzerthausgesellschaft nicht gelöst. Aber die Lebendigkeit des musikalischen Interesses und die langjährige Verbundenheit der Mitglieder, Förderer und Freunde der Gesellschaft und vieler weiterer Kunden mit ihrem Haus bilden ein starkes Fundament. So freut sich die Wiener Konzerthausgesellschaft über derzeit ca. 9.300 aktive Mitglieder und rund 28.900 verkaufte Abonnements.
Foto: Matthias Naske, (c) Sébastien Grébille / Philharmonie Luxembourg
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