
Dass die aus der Steiermark stammende und mittlerweile seit einigen Jahren in Irland lebende Claudia Schwab, eine echte Weltenbummlerin ist, hört man ihrer Musik an. Es scheint fast so, als hätte die Geigerin, Sängerin und Komponistin aus jedem Land, das sie einmal besucht hat (und das waren nicht wenige), musikalisch für sich immer auch etwas mitgenommen. Ihr vielschichtiger und sehr abwechslungsreicher Stil ist einer der vielen Klangsprachen und –traditionen. Hört man sich durch die Nummern ihres Solo-Debüts, ist es fast so, als würde man sich selbst auf eine Reise begeben, auf eine, deren Route von der grünen Insel Irland hinüber nach Schweden und von dort über die österreichischen Alpen und quer durch den Balkan bis hin nach Indien führt.
Claudia Schwab setzt sich in der Umsetzung ihrer musikalischen Vorstellungen über alle Genregrenzen hinweg und schafft sich dieser Art den notwendigen Freiraum, der es ihr ermöglicht, wirklich das zu tun, wozu sie gerade Lust hat. Als ob es nichts Selbstverständlicheres gäbe, verwebt die Steirerin den traditionellen Folk irischer Prägung mit steirischen Jodlern und musikalischen Elementen aus dem südosteuropäischen Raum. An anderer Stelle wiederum lässt sie Ansätze der klassischen Musik oder österreichischen Volkmusik eine ungewöhnliche Liaison mit indischen Rhythmen eingehen.
Hinweis: Mit dem Abspielen des Videos laden sich sämtliche Cookies von YouTube.

“Amber Sands” ist auf jeden Fall ein Album geworden, das, je öfter man es sich anhört, mehr und mehr wächst und an Intensität gewinnt. Claudia Schwab bringt Stücke zu Gehör, die einfach träumen lassen und einladen, sich entspannt zurückzulehnen, um sich voll und ganz diesem schönen Hörerlebnis hinzugeben.
Michael Ternai
Foto Claudia Schwab: Julia Wesely
http://www.claudiaschwab.com