Bild Charlywood
Bild (c) Charlywood

CHARLYWOOD – „Charlywood”

Richtig starker, abwechslungsreicher, handgemachter Indierock zeitloser Note – die in Wien ansässige Band CHARLYWOOD zeigt auf ihrem selbstbetitelten zweiten Album auf mitreißende Art, dass in diesem Genre noch lange nicht das letzte Wort gesprochen ist.

Zugegeben, Indierock ist musikalisch jetzt nicht unbedingt das Allerneueste. Bands, die sich dem alternativen Rock verschrieben haben und sich im Sound fast austauschbar ähneln, gibt es mittlerweile zuhauf. Man muss die Geschichte schon mit einer wirklich eigenen Note würzen, um aus der Masse herauszustechen. Eine Band, die das definitiv tut, ist die sich um den in Wien lebenden britischen Musiker Andrew Charlewood scharrende Truppe Charlywood.

Eine Platte, die Lust auf mehr macht

Der seit 2010 zusammenspielende Vierer versteht es, Songs zu schreiben, die wirklich in den Ohren hängen bleiben und dennoch erfrischend unangepasst und kantig daherkommen. Es ist vor allem die ungekünstelte direkte Art, die diese Combo auszeichnet.  Andrew Charlewood (Gesang, Gitarre) und seine Bandkollegen Fabian Lewey (Gitarre), Markus Manahl (Bass) und Fabian Natter (Schlagzeug) kümmern sich recht wenig um das Moderne und Angesagte.  Sie spielen die Musik, mit der sie aufgewachsen sind und die sie geprägt hat. Und das mit hörbarer Liebe, großem Enthusiasmus und fern jeder Engstirnigkeit. Charlywood lassen es laut werden, wenn es ihnen in den Kram passt, und werden leise, ruhig und sanft, wenn es angebracht ist. Da und dort weiß der Vierer auch durchaus der Verspieltheit freien Lauf zu lassen, was die ganze Sache zu einer noch abwechslungsreicheren macht.

Charlywood zeigen auf ihrem Album, dass eine gewisse Eingängigkeit und Qualität nicht unbedingt immer Gegensätze darstellen müssen, und der Indierock dann an Qualitäten gewinnt, wenn eine Band selbstbewusst und eigenständig an die Sache herangeht. Auf jeden Fall macht die Platte dieser Combo definitiv Lust auf mehr. Bleibt zu hoffen, dass man von ihr auch in Zukunft noch so einiges zu hören bekommen wird.

Michael Ternai

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