Bensh präsentiert Pop vom Feinsten

Wer den Namen Bensh gerade das erste mal liest, sollte schnell zum Radio rennen und auf FM4 schalten. Dort läuft der Song „Doubt“ des gebürtigen Innsbruckers nämlich in daily rotation. Zweifel muss man am Sound des Elektro-Poppers jedoch nicht haben. Seine 2008 veröffentlichte EP „The Bona Fide“ ist schon sein langem ausverkauft, seine Songs kann man noch höchstens auf diversen Samplern aus Österreich bis Japan finden undergattern.

Bensh ist ein Kosmopolit durch und durch. In den letzten  Jahren ging es von Österreich hinaus in die weite Welt, stets auf der Suche nach neuen Sound-Einflüssen und guten Kontakten. Das er letztere auch erfolgreich geknüpft hat, steht soweit fest, dass er Leute wie Dan Swift (Snow Patrol, Art Brut), sowie Gordon Raphael (The Strokes)  für seine Aufnahmen gewinnen konnte. Den passionierten Weltenbummler zog es nach seinem Kompositionsstudium in Großbritannien nach Osaka. Nach intensiven Kulturaustausch ging es wieder zurück nach Europa, wo er neben Deutschland und Österreich auch eine Zeit lang in Island verweilte. Der massive Landschaftswechsel hat natürlich Spuren hinterlassen. Die Songs enthalten zwar eine äußerst geballte Ladung an Pop, doch schwingt auch immer ein kleiner Hauch von Folk-Einflüssen mit. Heiter sind die Songs zum Großteil. In manchen Songs stecken ernste Themen, bei anderen wiederum möchte man einfach nur abrocken.

Bensh’s neue Platte „Clues“ ist schon fertiggestellt. Zusammen mit Biggi Birgisson (Sigur Rós) wurde lange am musikalischen Input herumgefeilt. Das Release-Datum steht leider noch in den Sternen. Bisweilen kann man sich aber live ein Bild von Bensh und seinen liebenswerten Song-Kreationen machen. So auch am Wiener Popfest.(bw)