BABA YAGA – „Grenzenlos“

Musik, die sich aus vielen verschiedenen Sprachen und Traditionen formt und sich in wunderbarer Weise in mitreißende Stücke übersetzt – genau eine solche bringt die Wiener Band BABA YAGA auf ihrem ersten Album „Grenzenlos“ zu Gehör.

Nun, eines kann man nach dem Durchhören dieses Albums auf alle Fälle sagen: Hier ist eine Band am Werk, für die der Begriff „musikalische Freiheit“ nicht nur irgendein nichtssagender Slogan, sondern tatsächlich Programm ist. Es gibt wohl nur wenige Beispiele von Albentiteln, die das musikalisch Dargebotene so sehr auf den Punkt bringen, wie es jener des Erstlingswerks der Band Baba Yaga tut. Die Musik, die Jasmin Meiri (Percussion & Gesang), Raffaella della Gemma (Violine & Gesang), Anela Cindrak (Akkordeon), David Mandlburger (Gitarre) und Florian Gunacker (Kontrabass) zum Erklingen bringen, kennt keinerlei trennende Barrieren. Sie ist „Grenzenlos“ und vereint verschiedenste musikalische Traditionen, Einflüsse und Stile in sich, und das auf eine wunderbar facettenreiche und feurig leidenschaftliche und verführerische Art und Weise.

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Lauscht man sich durch das Album, ist es fast so, als würde man sich auf eine ereignisreiche Reise zu verschiedensten musikalischen Orten begeben. Von Wien geht es in den Südosten Europas, von dort weiter in den Nahen Osten. Auf dem Weg macht man Halt bei den Klängen und Rhythmen des Balkans sowie den Melodien des Klezmers und Gypsy Jazz. Man besucht den Swing und Chanson und taucht auch in die Musik des Orients ein. Hinzu kommt, dass auf Griechisch, Serbisch, Romanes, Hebräisch, Italienisch und Englisch gesungen wird, was dem Ganzen zusätzliche Vielfalt und einen ganz eigenen Charme verleiht.

Baba Yaga verstehen es wirklich exzellent, all die verschiedenen Einflüsse in mitreißende musikalische Geschichten zu übersetzen. Man kann zu den Stücken genauso ausgelassen feiern und tanzen wie auch sich in schönster Weise von deren Melancholie berühren lassen. Es ist ein faszinierendes musikalisches Feuerwerk, welches die Band auf „Grenzenlos“ da abbrennt. Das Album besitzt viel Charme, ist voller Gefühl und Witz und vermittelt Lebensfreude pur. Ein wirklich wunderschönes musikalisches Erlebnis.

Michael Ternai

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Baba Yaga live
14.06.24 Graz – Brücke (Styrian Klezmore)
25.07.24 Oberdrauburg – Ruine Hohenburg (Ktn)

26.07.24 Heiligenkreuz – Limmitationes (Bgld)
27.07.24 St. Pölten – musikalische Innenstadt

14.08.24 Musik im Hof – Tragwein (OÖ)
21.08.24 Gastein – „Summerjazz.in.the.city“
24.08.24 Waldegg – „Freakquenz“ Festival (D)
28.09.24 Rekawinkel – vereinsMAYERbühne/Gasthaus Mayer

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