Bild Aramboa
Aramboa (c) Elisabeth Handl

ARAMBOA – „Feather“

Ein kunstvoll schwingender und sich auf fesselnde Weise in die Tiefe entwickelnder elektronischer Popklang: Genau mit einem solchen wartet die aus Salzburg stammende Formation ARAMBOA auf ihrer neuen EP „Feather“ (Gergaz Records) auf.

Es gibt sie einfach, die Projekte, die dieses gewisse Etwas mit sich bringen. Im Falle von Aramboa ist es vor allem die musikalische Mischung aus Pop, Ambient, Triphop, Soul, Dubstep, Downbeat und Jazz gepaart mit außergewöhnlichen songwriterischen Skills, einer kunstvoll gestalteten Soundarbeit und dem Mut, von den gewöhnlichen Pfaden auch einmal abzugehen, die den Unterschied ausmacht und zum intensiven Hinhören einlädt. Dass die Salzburger Formation Aramboa es versteht, richtig packende Nummern aus dem Ärmel zu schütteln, hat sie schon auf ihrem 2017er-Debüt „Mereon Matrix“ eindrucksvoll bewiesen. Auf ihrer neuen EP „Feather“ setzen Produzent Moritz Scharf, Sängerin Elena Shirin und der Trompeter und Keyboarder Lukas Moser ihren eingeschlagenen Weg nun konsequent fort.

Ein Sound, der träumen lässt

Albumcover Feather
Albumcover “Feather”

Die insgesamt vier neuen Songs zeigen sich als der gelungene Versuch, eigene musikalische Akzente zu setzen und sich von den gängigen Formen elektronischer Musik in weiten Schritten zu entfernen. Behutsam und mehr minimalistisch denn ausladend zu Werke gehend, formen sich Aramboa einen Klang, der vor allem eines tut: Er entwickelt eine ungemein dichte Atmosphäre und eine wunderbar poetische Note, die dem Dargebrachten gehörigen Tiefgang und Zerbrechlichkeit verleiht. Melancholisch und warm im Ton erschließen sich die Nummern von Moritz Scharf, Elena Shirin und Lukas Moser auf sanfte Weise, sie lassen einen wegschwelgen und für Momente der Verträumtheit hingeben.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Aramboa mit „Feather“ einmal mehr ein wirklich starkes Stück Musik gelungen ist, eines, das einfach viel zu schnell vergeht. Man will von dieser Truppe einfach mehr hören, trifft sie doch genau diese eine Note, die wirklich zu fesseln vermag.

Michael Ternai

Links:
Aramboa (Facebook)
Gergaz Records