25std.mund.art.wien im Porgy & Bess

Die wahrscheinlich einzige Stadt in Österreich, die nie schläft, gesteht Selbiges der Musik zu, natürlich auch der eigenen, und mehr. 60 Minuten mehr nämlich: Hier hat der Musiktag 25 Stunden und gefeiert wird das, was musikalisch in und um das Zentrum entsteht: Mundart als kleinster gemeinsamer Nenner und ein größt mögliches Vielfaches an Genres und Ensembleformationen (Einzelkünstler, Duos, Trios, Bands, Chor …). Von 28. bis 29. September 2013 findet im Jazzclub Porgy & Bess in Wien das „25std.mund.art.wien“ statt. Ein besonderes Wochenende wird das,  ist sehr anzunehmen,  um nicht zu sagen ein kleines Woodstock der Wiener Musik. Und hier die digitalen Rauchzeichen:

Populares Neues, und originäres traditionelles Wienerlied (in jedem Fall zweifelsfrei populär!) für Kenner und Neugierige, groß und klein, dick und dünn, u.s.w.. wird zelebriert. Man  darf sich auf Kabarettistisches, Bitterböses, Kritisches, Wortverspieltes, Geschütteltes und Gerührtes, L‘amourhatscher, sympathische Raunzereien…  freuen, das ganze Spektrum (nicht nur) wiener  Menschlichkeit in Umgangssprache und gepackt in gefällige Klänge von herzig terzig harmonisch bis jazzig popig hip-hopig. Das weiß jeder, der auch nur eine Hand voll der Künstler bereits kennt und allen anderen sei es wärmstens ans Herz gelegt. Von dudeln bis rappen kann dem Ohr da wohl alles passieren und das ist auch gut so, meine ich, da wird’s aber sicher nicht langweilig!

Kurzum: In einem 25 Stunden Marathon erwartet das Publikum also ein reichhaltiges musikalisches Buffet an hiesiger Dialektmusik. Empfehlenswert für alle, die die bunte Vielfalt genießen möchten, die in und um Wien (und weiter hinaus) musikalisch entstanden ist in seiner besten Form: hautnah live.

Von den Strottern, die den Auftakt bilden, über Karl Hodina, Ernst Molden, Walther Soyka, Trio Lepschi, Skero, Hauk, Nino aus Wien u.v.m. bis hin zum Wiener Beschwerdechor reicht das Angebot.

Und das geht so: die Sets dauern ca. 40 Minuten und stündlich (Verschiebungen möglich, ggf. informiere man sich telefonisch beim Lokal) gibt es eine andere Partie. Es wird ein Kommen und am besten nicht mehr Gehen, weil ein Höhepunkt den anderen jagt. Grund genug, wieder einmal durchzumachen.  Umbaupausen, auch für die Erledigung menschlicher Bedürfnisse, machen Ausreden so gut wie unmöglich. Dieses Musikkonglomerat ist eine hervorragende  Gelegenheit, ein Wochenende lang etwas Sinnliches und Sinnvolles zu tun, nämlich „dasige“ Dialektmusik zu inhalieren. Peace!

Das Programm:
15 – 15.40h Die Strottern
16 – 16.40h Emersberger/Hojsa/Kainrath
17 – 17.40h Bohatsch & Skrepek
18 -18.40h Remasuri
19 – 19.40h Gottfried Gfrerer & Richard Weihs
20 – 20.40h Karl Hodina & Rudi Koschelu
21 – 21.40h Agnes Palmisano Trio
22 – 22.40h Martin Spengler & Die Foischn Wiener
23 – 23.40h Sterzinger/Musser/Mikula feat. Maria Craffonara
00 – 00.40h Ernst Molden & Walther Soyka
01 – 01.40h Raphael Sas Trio
02 – 02.40h Der Nino aus Wien
03 – 03.40h Skero & The Müssig Gang
04 – 04.40h Philip Scheiner
05 – 05.40h Alex Miksch Trio
06 – 06.40h Die Botschatn
07 – 07.40h Linda Frey’s Paradise
08 – 08.40h Hauk
09 – 09.40h Kolar & Schaller
10 – 10.40h Trio Alt Wien
11 – 11.40h Wienerglühn
12 – 12.40h Trio Lepschi
13 – 13.40h Soyka & Stirner
14 – 14.40h Billisich & Band
15 – 15.40h Der Wiener Beschwerdechor,…