12. KLEZMORE FESTIVAL VIENNA

Friedl Preisl und sein Team laden vom 7. bis zum 22. November zur 12. Auflage eines Festivals, das seine programmatische Ausrichtung schon im Namen trägt. Ausgehend von tradierter Klezmer-Musik und Kultur als Reflexion und Bestandteil jüdischen Lebens in Wien, Europa und der Welt, beschäftig sich das Festival mit dem Status Quo dieser Musik und Kultur im Jahr 2015. Das KLEZMORE ist dabei geprägt von einem undogmatischen Zugang, der kein Interesse hat (stilistische) Grenzen zu ziehen, sondern im Gegenteil, diese zu öffnen und zu erweitern.

Umrahmt wird das KlezMORE Festival 2015 von der Eröffnungsgala am 7. November mit dem Yamma Trio aus Israel und Scheiny´s All Star Yiddish Revue (Porgy & Bess) und den beiden Abschlussgalas am 21. und 22. November. Im Haus der Begegnung Rudolfsheim spielt dabei die Amsterdam Klezmer Band (nicht nur) zum Tanzen auf (21. November), Tags darauf trifft der Schauspieler und Bühnenkünstler Erwin Steinhauer im Metropol zum definitiv würdigen Abschluss des Festivals in einen künstlerischen Dialog mit dem Musikern von Klezmer Reloaded Extended.

Dazwischen liegen zahlreiche Highlights wie der Auftritt des Barcelona Gipsy Klezmer Orchestra (8. November, Metropol), die israelischen The Heart And The Wellspring (10. November, Reigen), das Zusammentreffen des multinationalen Wahl-Wiener-MusikerInnen Kollektivs The Railroad Project mit dem Saxophonisten Daniel Zamir (11. November, Porgy & Bess). In der Sargfabrik konzertieren am 17. November die ungarischen Nigun, im Theater Akzent gibt es am 18. November die Zusammenarbeit des Trompeters Paul Brody und seiner Formation Sadawi mit Anne Bennent zu erleben.

Dazu gibt es auch heuer wieder eine Kooperation mit Bratislava, im Rahmen derer unter anderem das Grossmütterchen Hatz Salon Orkestar am 9. November im Stadttheater Bratislava spielt, eine Stummfilm Matinee, bei der jeweils am Sonntag um 13 Uhr im Kulturcafe Tachles alte S/W-Stummfilme wie „Nathan der Weise“ (8. November) live vertont werden. Beim hochkarätigen Rahmenprogramm im Zentrum im Werd liest unter anderem am 13. November Jennifer Teege,
Enkelin eines KZ-Kommandanten, aus ihrem Buch „Mein Großvater hätte mich erschossen“. Die „Hauptkonzerte“ flankierend lädt weiters der umtriebige Roman Britschgi im Tachles am 9. und 16. November zur Jam-Session und präsentiert am 14. November die Cafe Mocca Festival Lounge.

Flankierend? Drei Preview und vier Review-Veranstaltungen verlängern den Festival-Kontext über dessen eigentlichen Zeitrahmen hinaus, am 28. Oktober etwa treffen im Reigen Dobrek Bistro auf David Krakauer, am 23. November spielen im Schwarzberg das Ley-Yulzari Duo und Frank London und am 7. Dezemberlädt Roman Grinberg im Metropol zum „Swinging Chanukka“.

Das gesamte Programm finden Sie unter http://klezmore-vienna.at/programm/

Foto Daniel Zamir (c) Zamier
Foto Erwin Steinhauer & Klezmer Reloaded Extended (c) Hans Ringhofer

http://klezmore-vienna.at