Zuschüsse für Beiträge im Rahmen der Künstlersozialversicherung werden erhöht

Ein wichtiger Schritt Richtung Entlastung sozial und finanziell schwach gestellter KünstlerInnen wird mit 1. Jänner 2009 vollzogen. Bundesministerin Schmied erhöht ab diesem Stichtag durch eine Verordnung den derzeit bestehenden maximalen Beitragszuschuss im Rahmen der Künstlersozialversicherung von 1.026 Euro um 20% auf 1.230 Euro. Damit soll die adäquate Antwort auf die durch die Studie zur sozialen Lage der Kunstschaffenden belegte Misere gegeben werden. 

Grundlage für diese Maßnahme war eine in diesem Jahr durchgeführte Studie zur sozialen Lage der KünstlerInnen in Österreich, welche schon im Vorfeld der Veröffentlichung für eine Menge Aufregung sorgte. Abgefragt wurden Einkommen und soziale Absicherung, sowie die private Lebenssituation. Das Ergebnis untermauerte die Vermutung, dass es hinsichtlich der finanziellen Rahmenbedingungen, denen viele heimische Kulturschaffende ausgesetzt sind, teilweise große Defizite gibt.

Durch die ab 1. Jänner in Kraft tretende Verordnung soll nun zumindest in diesem Teilbereich eine Entlastung herbeigeführt werden. Auch hinsichtlich der für das 2009 prognostizierten angespannten Gesamtwirtschaftslage, welche die finanzielle Situation vieler österreichischer KünstlerInnen noch verschärfen würde, ist dieser Schritt notwendig. Die Verordnung sieht vor, dass der derzeit bestehende maximale Beitragszuschuss im Rahmen der Künstlersozialversicherung von 1.026 Euro um 20% auf 1.230 Euro erhöht wird

Konkret soll durch diese Maßnahme eine volle Abdeckung der Sozialversicherungsbeiträge in die Pensions-, Unfall- und Krankenversicherung bei geringen Einkommen bis zu 4800 Euro im Jahr gewährleistet werden. Bei allen Einkommen über 4800 Euro im Jahr plant das Ministerium die Zuschussleistung um 200 Euro zu erhöhen.

Kulturministerin Claudia Schmied: “Mit dieser Maßnahme wird ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine freie Entfaltung und Entwicklung der Künstlerinnen und Künstler und deren künstlerisches Schaffen gesetzt. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist diese Erhöhung von zentraler Bedeutung”.