
Hier ist eine Band am Werken, die ihre Lektion in Sachen Songwriting ganz offensichtlich wirklich gelernt hat und der Eigenständigkeit immer schon mehr den Vorzug gegeben hat gegenüber irgendeiner Massentauglichkeit. Sich niemals den aktuellen Strömungen oder Trends anbiedernd, haben Rainer Kossits, Paul Trummer und Mik Tanczos stets ihr eigenes Ding durchgezogen und sind mit dieser Einstellung, wie die Erfolge der ersten drei Alben „High Life“, „Feel The Nothing“ und „The Price Of Zeitgeist“ eindrucksvoll zeigen, ganz exzellent gefahren. Auch auf dem neuen Werk „Grandezza“ geben sich Zeronic keinerlei Blöße und beweisen, dass man auch nach Jahren des Beisammenseins, immer noch befähigt ist, wirklich klasse Songs auf den Weg zu bringen.
Hinweis: Mit dem Abspielen des Videos laden sich sämtliche Cookies von YouTube.
Mit dem Händchen für sich sofort in den Gehörgängen festsetzenden Melodien und dem Wissen, diese auch in spannende und abwechslungsreiche Arrangements zu verpacken, haben Zeronic erneut zehn bärenstarke Indiepop-Perlen entstehen lassen, die vom ersten bis zum letzten Moment in hohem Maße zu überzeugen wissen. Vielleicht um eine Spur rockiger als noch zuletzt ausgerichtet und den Gitarren mehr Raum bietend, zeigen sich die insgesamt zehn neuen Songs von einer überaus dynamischen und erfrischend energetischen Seite, wie es schon auf dem vielumjubelten Erstlingswerk der Fall war. Eine Art Rückkehr zu den Wurzeln, die in diesem Fall wirklich authentischen Charakters ist.
Zeronic unterstreichen mit ihrem neuen Album, dass sie immer noch in der Lage sind, sich auf spannende Weise weiterzuentwickeln, und dass sie Ende ihrer kreativen Fahnenstange noch lange nicht erreicht haben. „Grandezza“, das übrigens in Italien entstanden ist, macht einfach großen Spaß, verliert das Album doch auch nach mehreren Durchläufen nichts von seinem Reiz. (mt)
Link:
Zeronic