
In den Kompositionen des 1978 in Athen geborenen Gitarristen vermischen sich Elemente der Klassik mit solchen des Jazz, Flamenco und der Musik des Balkans zu einem, dem ersten Eindruck nach, fast schon schwebenden und sehr gediegen anmutenden Ganzen. Seine von sanfter Melancholie und dezentem instrumentalen Virtuosentum getragenen Melodien sind solcher Art, die sich überaus schnell ihren Weg über sehr viel Gefühl in die Gehörgänge bahnen und zudem auch ein Viel an Stimmung und Atmosphäre erzeugen.

Obwohl Yorgos Nousis im Unterschied zu seiner ersten CD „An Introduction To A Theme“, welches er noch im Quartett eingespielt hat, dieses Mal solo unterwegs ist, vermeidet er es, eine übertriebene und ausufernde Show in Sinne einer Selbstbeweihräucherung abzuliefern. Vielmehr rückt der griechisch-stämmige Gitarrist, der international inzwischen schon mehrfach ausgezeichnet worden ist und europaweit schon Konzerte gegeben hat, bewusst die Musikalität seiner Stücke in den Vordergrund und verzichtet erfreulicherweise auf jedes zur Schau stellen seiner unbestreitbaren außergewöhnlichen instrumentalen Qualitäten. Yorgos Nousis zeigt auf sehr beeindruckende Art, wie man mit wenigen Mitteln, immer wiederkehrenden Motiven und frei von allem Pathos die größtmögliche Wirkung erzielen kann.
Michael Ternai
http://www.yorgosnousis.com/