Diesen Donnerstag, den 18.Juni., wird im Wiener Rhiz dem im Jahr 1992 verstorbenen avantgardistischen Cello-Virtuosen Arthur Russel Tribut gezollt, der in den späten Siebziger und Achtziger Jahren Pionier und Mastermind des Disco-Sounds war. Gehuldigt wird sowohl mittels anspruchsvoller Auflegerei als auch durch ebensolche Live-Darbietungen.
Als Sänger, Komponist und Produzent hat Arthur Russel im Laufe seiner Karriere die Genres gewechselt, wie kaum ein anderer. Mit dem Cello begleitete er den Beat-Poeten Allen Ginsberg bei dessen Mantras, arbeitete mit den Avantgade-Größen Philip Glass und John Cage zusammen, um dann wiederum auch schon mal den folkigen Singer/Songwriter mit Hang zum Minimalismus zu geben. Später ist er dann dem gerade entstehenden elektronischen Dance-Sound voll und ganz verfallen und gilt mittlerweile als dessen Galionsfigur.
An diesem Abend werden von B. Fleischmann, A Thousand Fuegos, Sir Tralala, Florian Obkircher und Brooke’s Bedroom jeweils einige von Arthur Russel’s Stücken live interpretiert. DJ Philip L’Heritier, seines Zeichens Kurator der Veranstaltung, sorgt für die musikalische Unterhaltung aus der Konserve und spielt Artverwandtes, Zeitgenössisches und weit Hergeholtes von No Wave bis hin zu Mutant Disco. Als sozusagen visuelle Tapete fungiert Matt Wolfs Dokumentation “Wild Combination – A Portrait of Arthur Russel”.(mm)
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