Vergangene Woche ist vom 4. bis zum 7. Oktober das Club- und Showcase-Festival Waves Vienna mit der dazugehörenden zweitägigen Konferenz zum zweiten Mal über die Bühne gegangen. Und wie es bei solchen Events üblich ist, wird am Ende Bilanz gezogen. Und diese fällt, das kann man nach den ersten Reaktionen und den veröffentlichten Zahlen sagen, sehr, sehr positiv aus. Das Festival insgesamt ist gewachsen, es gab deutlich mehr Musikfans, die die vielen Konzerte besucht haben, um fast ein Drittel mehr internationale Delegates, die extra für die Konferenz nach Wien angereist sind, und ein weit umfangreicheres Musikprogramm, welches die Gelegenheit geboten hat, viel Neues und Spannendes zu entdecken. Damit nicht genug wurde das Waves Vienna nun in zwei Kategorien auch für die European Festival Awards nominiert. Ivan Milivojev (Exit Festival; RS): „The conference was great, the last year was good, but this year it was even two levels better! I met a lot of new interesting people and saw really good concerts!“
Martin Elbourne (Glastonbury Festival, The Great Escape Festival; UK): „Despite illness I enjoyed most of the acts. You have a great event and the best weather.“
Eines darf man definitiv behaupten, die hohen Erwartungen, welche man in die zweite Auflage gesetzt hat, haben sich nicht nur erfüllt, sie wurden übertroffen. So hat sich nicht bloß die Zahl der Delegates, die aus insgesamt 30 Ländern nach Wien gekommen sind, im Vergleich zum letzten Jahr mit insgesamt 512 gesteigert, sondern auch der Andrang der Musikfans. Man zählte 10.800 BesucherInnen, die in den verschiedenen Locations der Stadt dem abwechslungsreichen und spannenden musikalischen Treiben der insgesamt 139 Bands und DJs aus fast allen Teilen der Welt beigewohnt haben. Ganz der Prämisse nach, auch die heimische Musikszene einzubinden und bestmöglich zu unterstützen, machten die 50 Acts aus Österreich einen großen Teil des Gesamtprogramms aus. Ebenfalls sehr prominent vertreten waren, ganz dem übergeordneten Mottos des Waves Vienna Festivals „East Meets West“, Bands und MusikerInnen aus den osteuropäischen Ländern, wobei von den insgesamt 23 Vertretern dieser Region 9 aus dem Gastland Polen stammten.
Adam Ryan (Mean Fiddler Promoter, UK): „Thank you for a great weekend. Waves exceeded all my expectations. Saw some great artists in some cool venues in an amazing city. So thank you.“
András Berta, (Sziget Cultural Management, HU): „Thanks a lot for the invitation. It was a great event once again, so big respect to the whole organizing team.”
Überaus positiv aufgenommen wurde auch das unter der Leitung von Franz Hergovich (mica-music austria, austrian music export) zusammengestellte Konferenzprogramm, welches in Panels, Workshops und Diskussionsrunden den in großer Zahl erschienenen Teilnehmern die seltene Gelegenheit bot, sich mit den geladenen internationalen MultiplikatorInnen aus der Musikbranche, wie Festival- und KonzertveranstalterInnen, Labels und Verlage, sowie ManagerInnen und MedienvertreterInnen auszutauschen und zu vernetzten. Die Hoffnung, die Festivalleiter Thomas Heher im mica-Interview geäußert hat, dass „die heimischen Musikschaffenden, diese Chance wirklich nutzen“, dürfte sich somit wohl ebenfalls erfüllt haben.
Stephan Thanscheidt (Head of Festivalbooking & Local Dept., GER): “Es war wirklich toll bei euch. Gutes Programm, gute Organisation und sehr viele nette Leute. Dazu noch die tolle Stadt und das spitzenmäßige Wetter. Es hat wirklich großen Spaß gemacht.”
Emmanuel Legrand (Legrand Network, UK): „Thanks again for inviting me at Waves. It was a very enjoyable experience“.
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis, welche man auch diesem viertägigen Festival ziehen kann, ist, dass Waves Vienna als internationaler Netzwerks- und Knotenpunkt der Musikszenen zwischen Ost und West ganz offenbar in der Bedeutung gewachsen ist, dass die Leute aus dem Business im Gesamten, genauso wie auch die Musikfans erkannt haben, welch wirklich spannendes und sinnvolles Ding von Thomas Heher und seinem Team aufgezogen worden ist, eines, das den Musikstandort Österreich weiter aufwertet und um zusätzliche Facetten erweitert. (mt)