Waves 2020

Ein Festival planen im Jahr 2020: Welche Themen werden uns bewegen? Was wird im Herbst richtig und wichtig sein? Welche Regeln, Verordnungen und Empfehlungen werden gelten? Was brauchen wir? Was wünschen wir uns? Was befürchten wir? Nach vielen Ideen, verworfenen Konzepten, Sorgen, Hoffnungen und Neuanfängen ist klar: Wir müssen flexibel bleiben. An mehreren Varianten gleichzeitig arbeiten. Mit der Welle gehen. Wir hoffen, im September gemeinsam mit euch intensive, inspirierende Festival-Tage verbringen zu können. Es wird die 10. Ausgabe von WAVES sein, ein Jubiläum, zu dem wir uns viele schöne Dinge überlegt haben, mit denen wir euch überraschen wollten. Einiges wird wohl erst im nächsten Jahr stattfinden können. Einiges wird sich vielleicht, hoffentlich, realisieren lassen. Um möglichst transparent unsere derzeitigen Planungen und Überlegungen mit euch zu teilen, folgen hier ausführliche Infos.

Status Quo

In den letzten Monaten haben wir angesichts der Corona-Epidemie verschiedenste Szenarien entwickelt, wie wir Waves 2020 so umsetzen können, dass es für alle Beteiligten trotz Einschränkungen eine Quelle neuer Musik-Inspiration, eine gute Networking-Plattform, ein spannendes Panel-Angebot oder auch einfach nur ein schönes Festival sein kann.  Die Auswirkungen der aktuellen Auflagen – u.a. Abstandsregeln, vorgeschriebene Bestuhlung, fixe Verkehrswege, eingeschränkter Bar-Betrieb – sind nach genauer Kalkulation für uns nicht nur wirtschaftlich nicht rentabel, sondern existenzbedrohend.

Waves 2020 wird daher anders. Digital + analog = hybrid.

Wir werden streamen, wir bieten Public Viewing, und es wird auch unterschiedliche Live-Elemente geben.

Das Festival im Detail

Waves im Stream – Konzerte nationaler und internationaler Newcomer sowie Headliner werdet ihr 2020 nicht vor Ort in verschiedenen Venues genießen können, sondern auf verschiedenen Channels via Stream. Multi-Channel-Stream-Event statt Multi-Venue sozusagen.
Von 10. bis 12. September 2020 werden so um die 70 Acts auf mehreren Channels spielen. Gestreamt werden gut ausproduzierte Live-Shows aus der großen Halle im WUK bis zu einer Reihe von Konzerten, die vorab in Kooperation mit dem TV-Sender W24 an außergewöhnlichen Orten in Wien eingespielt wurden. Angereichert mit vielen Shows internationaler Acts aus ihren jeweiligen Heimatstädten entsteht ein vielfältiger Konzertreigen. Ergänzt werden die Shows mit Interviews, Backstage-Berichten und Features auf einem weiteren Kanal.

Public Viewing – Nach derzeitigem Stand möglich und umsetzbar: Zusätzlich zum Streaming gibt es ein Public Viewing im WUK Hof und nach Möglichkeit und Bedarf auch noch an einer weiteren Open-Air-Location. Über zahlreiche Screens an mehreren Plätzen läuft ein fixes Programm, für das man sich kostenlos einen Sitz reservieren kann. Die Areas werden bestuhlt sein, Bar-Ausschank möglich und MNS nicht notwendig.

Live-Shows – wir verfolgen die Entwicklungen und arbeiten an Umsetzungsvarianten.

Die Conference im Detail

Die Basis für die Conference – In mehreren Räumen des WUK wird ein vielfältiges Konferenz-Programm bei freiem Eintritt umgesetzt. Während ModeratorInnen und heimische SpeakerInnen vor Ort an Panels, Workshops und Sessions teilnehmen, schalten wir internationale Vortragende und DiskussionsteilnehmerInnen per Videokonferenz zu.

An der Konferenz teilnehmen – Während man sich jederzeit in alle Konferenz-Inhalte per Videokonferenz einwählen kann, wird es zum aktuellen Stand auch für eine beschränkte Anzahl an TeilnehmerInnen möglich sein, direkt in den Konferenz-Räumen anwesend zu sein.

Ride the Waves

Wir halten uns natürlich auf dem Laufenden, was jegliche Lockerung der Verordnungen im Hinblick auf weitere Möglichkeiten für Live-Konzert-Besuche betrifft. Alles, was für uns organisatorisch und, noch viel wichtiger, finanziell umsetzbar ist, werden wir natürlich verfolgen und euch kommunizieren.

Erste Acts Waves 2020

:aexattack (AT) I 7AM INES#talent (SI) I Bagage (AT) I Balans INES#talent (SI) I Bokka INES#talent (PL) I Das bisschen Totschlag INES#talent (DE) I Downers & Milk (AT) I Eugenia Post Meridian INES#talent (IT) I Franz Fuexe (AT) I Gigi Masin (IT) I Happyness (UK) I June Cocó INES#talent (DE) I Karpov Not Kasparov (RO) I Löwe Löwe (AT) I Misia Furtak INES#talent (PL) I Nürnberg (BY) I Petra und der Wolf (AT) I Rey Lenon (DE) I Rosemary Loves A Blackberry (RU) I Sam Florian INES#talent (SE) I Shelter Boy (DE) I Shishi INES#talent (LT) I Sofie & Cult Survivors (AT) I Sumie (SE) I Swutscher (DE) I The Bad Tones (LV) I Weed & Dolphins (BY) I Zimbru INES#talent (RO)

Gastländer 2020: Ukraine / United Kingdom

„East meets West“ heißt es auch 2020 bei den Gastländern des Festivals:
Wir legen unseren Fokus einerseits auf das Vereinigte Königreich. Das Mutterland der Popmusik verabschiedet sich derzeit aus der Europäischen Union. Welche Folgen wird der Brexit für die Musikindustrie haben?
Die Ukraine ist das zweite Fokusland: Das nach Russland zweitgrößte Land Europas hat fast fünf mal so viele EinwohnerInnen wie Österreich, 2014 den Song Contest für sich entscheiden und eine aufstrebende Musikszene.

Waves Conference 2020

Das Konferenzprogramm in diesem Jahr thematisiert die durch die COVID-19 Pandemie ausgelösten Herausforderungen für die Musikbranche in vielfältiger Weise.
Internationale Expert*innen aus der Musikindustrie werden auf Panels ihre Erfahrungen austauschen und der Dachverband der Europäischen Musikexportbüros EMEE  wird Gastgeber einer Diskussion mit politischen Entscheidungsträger*innen und Organisationen sein, in der die Zukunft des Europäischen Musiksektors thematisiert wird.

Darüber hinaus werden aber auch alternative Einkommensquellen und innovative Möglichkeiten, Inhalte zu kommunizieren und zu verbreiten in Workshops und Präsentationen beleuchtet.  So wird etwa Bandcamp, ein Service, das durch wirksame Unterstützungsaktionen für Künstler*innen und Labels positive Schlagzeilen machen konnte, ein Webinar abhalten.

Die Vienna Club Commission und der lokale Indie-Label Verband VTMÖ laden zu Diskussionen über koordinierte Unterstützungsmaßnahmen für Clubs und Veranstalter*innen bzw. über faire Bezahlung auf Streaming Portalen.

Die heurigen Gastländer UK und Ukraine werden ihre Musikszenen und –märkte präsentieren, in speziellen Networking-Sessions können Kontakte zu wichtigen Branchenvertreter*innen aus den beiden Ländern geknüpft werden. In einem Workshop werden die zu erwartenden Auswirkungen des Brexits auf die Zusammenarbeit mit UK erläutert.

Feedback Listening Sessions und zahlreiche virale Networking-Formate ergänzen das zukunftsgerichtete Programm.

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