Vienna Music Business Research Days
Vienna Music Business Research Days

Vienna Music Business Research Days 2019

Die Vienna Music Business Research Days feiern 2019 ihr zehnjähriges Bestehen. Das Jubiläum bietet Anlass, auch einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, um daraus mehr über die Zukunft des Musikbusiness zu lernen. Von 11. – 13. September 2019 wird heuer das Thema „Future of the Music Business” behandeltDie Wiener Tage der Musikwirtschaftsforschung setzen sich zum Ziel, WissenschafterInnen aus allen Disziplinen und PraktikerInnen aus dem Musikbusiness einmal im Jahr in Wien zu versammeln, um sich über aktuelle Fragen und neueste Ergebnisse der Musikwirtschaftsforschung auszutauschen.

Vienna Music Business Research Days 2019: Rückblick und Ausblick

Die Vienna Music Business Research Days feiern 2019 ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Blick in die Vergangenheit, um daraus mehr über die Zukunft des Musikbusiness zu lernen. In den vergangenen zehn Jahren wurden auf der Konferenz viele zukunftsweisenden Themen aufgegriffen und teilweise auch kontroversiell diskutiert. Bereits 2011 wurde in einer Keynote von Dagfinn Bach auf den großen CO2-Abdruck, den Musikstreaming verursacht, aufmerksam gemacht – ein Thema das in Zeiten des Klimawandels hoch aktuell ist. Im selben Jahr diskutierten der Gründer des mittlerweile eingestellten deutschen Musikstreamingdienstes Simfy, Steffen Wicker und der damalige Chefökonom der PRS for Music, Will Page, der später dann zu Spotify wechseln sollte, ob Musikstreaming die Zukunft der Musikindustrie ist.

2013 war Mike Michalke zu Gast, der das Projekt einer Verwertungsgesellschaft für Creative Commons Lizenzierung vorgestellt hat, die mittlerweile als Cultural Commons Collecting Society (C3S) Realität geworden ist. Ebenfalls 2012 wurde unter den eingeladenen ExpertInnen diskutiert, wie sich die Urheberrechtssetzung an die neuen technologischen und sozialen Herausforderungen anpassen muss. Vorschläge von damals finden sich in der soeben beschlossenen EU-Urheberrechtsrichtlinie wieder.

2015 wurden alternative Finanzierungsmodelle im Musikbusiness wie das Crowdfunding besprochen, das heutzutage wie selbstverständlich von vielen Musikschaffende eingesetzt wird, um Projekte umzusetzen. 2017 stand die Technologie der Blockchain im Mittelpunkt der Betrachtung, die in den nächsten Jahren auch die Musikindustrie grundlegend verändert wird. Und viele weitere Themen wie neue Formen der Musikkonsums, die Entwicklung der Livemusik-Business, das Selbstmanagement von Musikschaffenden und das Musik-Filesharing wurden in den letzten 10 Jahren in der Konferenz verhandelt.

Future of the Music Business

2019 schließt sich der Themenkreis, indem viele Fragen der Vorjahre wieder aufgegriffen werden. So diskutieren unter der Leitung von Sally Gross (University of Westminster, London, UK) der YouTube-Repräsentant Karl Ryan (Government Affairs and Public Policy, Google UK), die Rechtsexpertin des britischen Intellectual Property Office Ros Lynch, der Gründer der in Los Angeles beheimateten Musikrechteplattform vezt Steve Stewart und der Urheberrechtsexperte Cliff Fluet von der Anwaltskanzlei Lewis Silkin LLP „The Future of Music Copyright“. Einführend dazu wird Cliff Fluet einen Vortrag halten.

Einen Blick zurück in der Vergangenheit der Musikindustrie wird dann der frühere COO der Sony/BMG und jetzige australische Start-up-Unternehmer Michael Smellie werfen, indem er die sieben Todsünden, die die Musikindustrie in der Vergangenheit begannen hat, thematisieren wird. Am Nachmittag werden dann Dennis Collopy (University of Hertfordshire, UK) und der Musikmanager Peter Jenner (Pink Floyd, The Clash, Billy Bragg) die Ergebnisse des vom britischen Intellectual Property Office (IPO) in Auftrag gegebenen Projekts „Music 2025“ vorstellen, das 2014 von den beiden der Öffentlichkeit erstmals präsentiert wurde. Danach wirft der Gründer des britischen Musikstreamingdienstes 7digital Pete Downton einen Blick in die Zukunft, um zu ergründen, was das „Next Big Thing“ nach dem Musikstreaming sein könnte; eine Frage, die Pete Downton in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit der Musikerin Lucie Caswell (Featured Artist Coalition, London, UK), dem Kommunikationswissenschaftler Phil Graham(University of the Sunshine Coast, Australien) und dem Start-up-Investor Michael Smellie (Brisbane, Australien) vertiefen wird.

Ergänzt werden die Vienna Musik Business Research Days wie schon in den Vorjahren durch den Young Scholars‘ Workshop am 11. September, in dem Studierende auf Master- und PhD-Niveau die Ergebnisse ihre wissenschaftlichen Projekte präsentieren und zur Diskussion stellen sowie durch den Conference Track Day am 12. September mit 16 von einer Jury ausgewählten Konferenzbeiträgen zu unterschiedlichsten Themen der Musikwirtschaftsforschung (siehe Programm).

Das Konferenzprogramm im Überblick

11. September 2019, 09:00-16:45: Young Scholars‘ Workshop (geschlossene Veranstaltung)

Großer Seminarraum des Instituts für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien. Weitere Details zum Programm

12. September 2019, 09:00-18:15: Conference Track Day

Joseph Haydn-Saal und Fanny Hensel-Saal der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien
Weitere Details zum Programm

13. September 2019, 09:00-17:30: „Future of the Music Business“

Joseph Haydn-Saal und Fanny Hensel-Saal der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

  • 09:00-09:15: Begrüßung durch Prof. Johannes Meissl, design. Vizerektor für Außenbeziehungen der mdw
  • 09:15-10:00: Keynote von Cliff Fluet (Lewis Silkin LLP, London, UK): „The Music Business & Technology – how their past and present will dictate their future“
  • 10:00-11:00: Podiumsdiskussion „The Future of Music Copyright“ mit Karl Ryan (Government Affairs and Public Policy, Google UK), Ros Lynch (Intellectual Property Office, London, UK), von Cliff Fluet (Lewis Silkin LLP, London, UK) und Steve Stewart (vezt, Los Angeles, USA) unter der Leitung von Sally Gross(University of Westminster, London, UK)
  • 11:00-11:30: Kaffeepause
  • 11:30-12:30: Keynote von Michael Smellie (Start-up-Investor, Brisbane, Australia und früherer COO der Sony Music Entertainment): „Music Industry, the 7 deadly sins!“
  • 12:30-14:00: Mittagspause
  • 14:00-14:45: Keynote von Dennis Collopy (University of Hertfordshire, UK): „Music 2025 – Is Music Data Fit for Purpose in the Digital Era?“
  • 14:45-15:30: Keynote von Pete Downton (7digital, London, UK)
  • 15:30-16:00: Kaffeepause
  • 16:00-17:30: Podiumsdiskussion „Future of the Music Business – What’s Next after Music Streaming?“ mit Lucie Caswell (Featured Artist Coalition, London, UK), Pete Downton (7digital, London, UK), Phil Graham (University of the Sunshine Coast, Australien), Michael Smellie (Start-up Investor, Brisbane, Australien) unter der Leitung von Dennis Collopy (University of Hertfordshire, UK)
  • 17:30: Verleihung des Awards für das beste Paper im Young Scholars Workshop

TERMINE & TICKETS

Datum: 11. – 13. September 2019
Veranstaltungsort: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien
Tickets:  11.-13 September) hier

Vienna Music Business Research Days, Banner 2019
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