The Klezmer Connection zu Gast in Thalgau

Ein hoch interessanter und unterhaltsamer Konzertabend erwartet die BesucherInnen des  K³-Saals im salzburgerischen Thalgau am 19. November. Mit der Formation The Klezmer Connection ist eine Formation zu Gast, die es wie nur wenige andere heimische Bands versteht, traditionelles jiddisches Liedgut in all seinen Facetten in die Jetztzeit zu übersetzen. Mit im Gepäck hat die fünfköpfige Truppe ihr aktuelles und vielbeachtetes Programm „Meschúge”.

Der Klezmer ist weit mehr als bloß ein Musikstil, er ist mehr ein in Klängen manifestiertes Lebensgefühl.  Wohl in keinem anderen Genre spielen Emotionen eine solch bedeutende Rolle, wie sie es im Klezmer tun. In den jiddischen Liedern werden in einer melancholischen, gleichzeitig aber auch sehr kraftvollen melodischen Sprache traditionelle Geschichten erzählt, welche in gewisser Weise die  Vergangenheit und Lebensweisen des jüdischen Volkes in musikalischer Form dokumentieren.  Aus welchen Gründen auch immer, lange Zeit war es hierzulande sehr still um den Klezmer. Fast schien es so, als wäre dieses Genre aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Eine Formation, die maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass diese sehr spannende Musikform  in Österreich erneut ihren Platz gefunden hat, ist das Ensemble The Klezmer Connection.

Vor Jahren entdeckten die fünf MusikerInnen Peter Aradi (Kontrabass), Marion Ellmer (Gesang, Gitarre, Perkussion), Hubert Kellerer (Akkordeon), Bernie Rothauer (Gitarre & Schlagzeug) und Georg Winkler (Bassklarinette) ihre Liebe für das traditionelle jiddische Liedgut.  Man tat sich mit dem Ziel zusammen, den Klezmer einer Art Erneuerung zu unterziehen, um ihn für Musikliebhaber wieder interessant zu machen. Die Band nahm sich die originalen Lieder zur Brust und befreite diese von allem überflüssigen Ballast. Sie reduzierten sie auf deren Essenz, auf die simplen Akkordfolgen, aus welchen die wunderbar melancholischen und bekannten Melodien entstehen.

Wobei sich der Fünfer nicht alleine damit begnügte, die Stücke in ihrer ursprünglichen Form wiederzugeben. Vielmehr waren die MusikerInnen darum bemüht, den Liedern einen neuen, moderneren Anstrich zu verpassen. Durch die Erweiterung der stilistischen Breite durch die Einbeziehung von Elementen aus den Bereichen des Jazz, des Funk und der Weltmusik entstand eine ungemein vielschichtige Klangsprache, die sowohl dem traditionellen, wie auch den zeitgemäßen  Ansprüchen genügt. Hinzu kommt sich eine lyrische Eleganz, die den von überarbeiteten Liedern etwas Unverwechselbares verleiht. (mt)