Deutschsprachige HipHop Crews gibt es inzwischen ja so zahlreich wie Sand am Meer und dadurch gerät die gesamte Szene immer mehr in Gefahr in den Gewässern des oberflächlichen Mainstreams zu versinken. Eine Formation, die es bis jetzt geschafft haben, diese gefährlichen Strömungen gekonnt zu umschiffen, ist Texta. Die fünf Herren aus der heimischen HipHop Hochburg Linz zählen nicht nur zu den dienstältesten Bands, sondern mit Sicherheit auch zu den originellsten. Am 2. November beehren Texta das Salzburger Rockhouse.
Dass Linz schon seit Jahren quasi als österreichische Hauptstadt in Sachen HipHop gilt, ist inzwischen wohl jedem bekannt. Eine Combo, die bereits seit dem Anbeginn mit dabei ist und damit als Mitbegründer der gesamten Szene bezeichnet werden darf, ist Texta. Seit über 10 Jahren ist die fünfköpfige Truppe nun bereits unterwegs und kann mit Fug und Recht von sich behaupten, eines der großen Aushängeschilder des heimischen HipHop zu sein.
1993 fanden sich Flip, Huckey, Laima, Skero und DJ Dandaman zusammen, um ihren eigenen HipHop Stil zu kreieren. Bereits kurze Zeit später erschien die EP “geschmeidig..”, welche heute mit Recht zu den Klassikern dieses Genres zählt. 1997 folgte schließlich das in Fankreisen mit Spannung erwartete Debüt “Gediegen”. Schnell konnte man feststellen, dass der Fünfer auch inhaltlich, im Unterschied zu manch anderen ihrer Kollegen, einen anderen Weg eingeschlagen hat.
Die Band versuchte durchwegs mit intelligenten und tiefgründigeren Texten zu punkten, ein Umstand den das Publikum zu schätzen wusste. Dieses Konzept wurde auch auf den darauf folgenden Alben “Gegenüber”, “Blickwinkel” und “So oder so” konsequent durchgezogen. Die Verweigerung, sich den Klischees der Szene zu unterwerfen und der Versuch ein hohes Maß an Authentizität an den Tag zu legen, fand in den zahlreichen Chartplatzierungen seine Anerkennung. Heute zählen Texta zu den wohl führenden Köpfen der heimischen Alternativ-Musikszene, und sind aus dieser auch kaum mehr wegzudenken.
Texta waren und sind eine der umtriebigsten Bands in Österreich. Nicht viele heimische Combos können von sich behaupten, einmal auch auf Kuba gespielt zu haben. Erst vor kurzem sorgte die Zusammenarbeit mit dem oberösterreichischen Duo Attwenger für eine Menge Aufsehen. Aus dieser Kollaboration ging der Song “So Schnö Kaunst Gor Net Schaun!” hervor und schlug wie eine Bombe ein. Selbst in den FM4 Charts stieg der Track binnen kürzester Zeit auf Platz 1. Ein schlagender Beweis für die ungebrochene Popularität der fünfköpfigen Combo.(mt)
Fotos Texta: Flo Maucher

