Der Steirer Georg Altziebler macht seit Jahren Musik. Unter seinem Pseudonym als Sohn einer samtenen Ratte trat er aber erstmals 2003 mit seinem Album „By My Side“ in Erscheinung. Sein neuer Streich „Monkey Years“, wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl an sein Label Monkey Music, dass dieser Tag seinen zehnten Geburtstag feiert, wird im Wiener Radiokulturhaus am 17. April präsentiert.
Der Klang seiner Stimme erinnert mehr an Nashville als an Stinatz. Und das kommt nicht von ungefähr: Denn seine Alben nimmt er in der Heimatstadt des Country auf, des öfteren schon unter der Mithilfe von Ex-Wilco Schlagzeuger Ken Coomer. Son of the Velvet Rat klingt älter und zerbrechlicher als man es vermuten würde. Wenn man seine Songs nur von seinen Platten hört, könnte man meinen, ein alter Amerikaner tönt aus den Boxen. Radikale Melancholie mit minimalistischer Instrumentierung, die Sehnsucht weckt.
Von 1989 bis 1995 war Altziebler als Songwriter und Gitarrist von Pure Laine im Einsatz bevor er den Sound von Bloom 05 bis 2003 maßgeblich prägte. Mit seinem Soloprojekt als Rattensohn, schließt er einen Plattendeal im musikalischen Affenstall ab, und die Zusammenarbeit mit Monkey Music fördert auch die Bekanntheit im Ausland. Heimische und internationale Medien überschlugen sich nach den letzten drei Alben „Loss and Love“, „Gravity“ und „Animals“ mit Lob für den Songwriter. „Vom besten Songwriter des Landes“ bis hin zu „fantastic European Folk“ war hier zu hören und zu lesen.
Eine Tour durch die US-Westküste und Irland folgen, sowie CD-Veröffentlichungen in Korea und Japan. Privat hört der Steirer gerne Green on Red, zu seinen Einflüssen zählen unter anderem auch Nick Drake oder Leonhard Cohen. Das neue Album „Monkey Years“ ist auf 500 Vinyl-Stück limitiert und wurde mit seiner Band, zu der auch seine Lebenspartnerin Heike Binder zählt, als eine Art Best Of Album aufgenommen, die einen Überblick über die gemeinsame Arbeit der Ratte mit den Affen verschaffen soll.
Am Programm bei der Monkey Labelnight stehen außerdem Konzerte vom Ersten Wiener Heimorgelorchester und Ernst Molden, sowie von den Blind Idiot Gods, die mit ihrem Debütalbum „Animalation“ die herkömmlichen Grenzen zwischen Pop, Jazz und Avantgarde mehr als nur niederreißen. Weiters darf man auf einen Haufen Überraschungsgäste gespannt sein. (me)