Unter dem Motto “gegen Rechts für mehr Toleranz” findet in diesem Jahr erstmals das Shout Out Festival in Mannersdorf an der Rabnitz statt. An den ersten beiden Augusttagen werden insgesamt 19 Bands aus Österreich und Deutschland in der kleinen burgenländischen Gemeinde zu Gast sein. Neben dem abwechslungsreichen Line Up bietet das Festival auch ein außergewöhnliches Rahmenprogramm.
Für die Erstauflage eines Festivals ist es den Organisatoren wirklich gelungen, ein sehr abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Auf dem Gelände des Gasthaus Pröstl wird musikalisch das breite Spektrum zwischen Reggae, Pop und Rock abgedeckt. Unter den Bands befinden sich unter anderem Itchy Poopzkid. Die Truppe hat erst im vergangenen Jahr in Deutschland ihren Durchbruch geschafft. Mit dem FM4-Protestsongcontest-Gewinner Rainer von Vielen folgt anschließend ein hierzulande ebenfalls schon sehr bekannter und beliebter Act. Der begnadete deutsche Performer überzeugt mit seiner einzigartigen Stimmqualität sowie mit klugen Songtexten. Mit einem neuen Album am Start ist die Wiener Truppe B Seiten Sound.
So richtig zur Sache geht es schließlich beim Konzert von Russkaja. Die österreichisch-russische Band, die es innerhalb kürzester Zeit von einem Geheimtipp zum Kultstatus geschafft hat, bietet einen ganz eigenwilligen Mix, irgendwo zwischen traditionellen russischen Klängen und Rock-, Balkan und Ska-Sounds. Zusammen mit einer perfekt choreographierten Show sowie maximalem körperlichen Einsatz, machen Russkaja jedes einzelne ihrer Konzerte zu einem wahren Erlebnis. Ein solches sollte jeder Musikfan zumindest einmal mit eigenen Augen und Ohren miterlebt haben. Ebenfalls mit von der Partie sind Skeptic Eleptic, Naca7, Dedicated To, Tripping Horse uvm.
Neben dem musikalischen Programm befasst sich eine Ausstellung unter dem Titel “Braune Schwestern” mit dem Thema Rechtsextremismus. Damit soll 70 Jahre nach dem Anschluss an Hitlerdeutschland ein Zeichen für mehr Toleranz gesetzt werden.(mt)
Foto Russkaja: Kollektive Pseudonym
http://www.nickart.at/concerts/proestl.htm

