Schmoizhodan-Passion

Letztes Jahr an vier restlos ausverkauften Abenden im Theater in der Drachengasse in Wien begeistert abgefeiert, bringen der Akkordeonist Otto Lechner und der Geiger Pavel Shalman mit ihrem Ensemble und dem Wiener Kammerchor auch heuer, genau rechtzeitig zu Ostern, ihre ganz eigene musikalische Interpretation der Markus Passion auf die Bühne. “Schmoizhodan-Passion”, so der Titel der vertonten und von Florin Mittermayr in Szene gesetzten Bibelgeschichte, beleuchtet das Ereignis aus der „Weanerischen“ Sicht. Eine etwas andere Geschichtserzählung. Aufgeführt wird das Stück erneut im Theater in der Drachengasse. Die Termine sind der 24., 26., 27. Und 28. März.

Grundlage dieses Stückes ist Wolfgang Teuschls inzwischen legendär gewordene Übersetzung des Neuen Testaments in Wienerische „Da Jesus und seine Hawara“. Diese von Otto Lechner und Pavel Shalman in ein Wienerlied-Gewand übersetzt und angereichert mit Klängen der einschlägigen (Austro-) Popkultur, zeigt sich in dieser neuen Form als die hohe Kunst des Musiktheaters. Die beiden Regisseuren Florin Mittermayr und Bahar Naghibi siedeln die Jesus` Leidensgeschichte in Wien an, genau in jener Stadt also, deren Bevölkerung nach Mittermayer „gerne leidet und dabei auch gerne im Mittelpunkt steht“. Der Regisseur präsentiert den „vielgeprüften“ Hauptstädtern somit ihr eigenes musikalisches Martyrium Christi: melancholisch, weanerisch und natürlich nicht ganz ohne Augenzwinkern.

Konzept, Dramaturgie: Florin Mittermayr
Regie: Florin Mittermayr, Bahar Naghibi
Produktion: Bahar Naghibi
Judas, Harmonium: Otto Lechner
Violine: Pavel Shalman
Evangelist: Alfred Schedl
Jesus: Christian Steiner
Nebenrollen, Gesang: Wiener Kammerlchor
Rechte: Thomas Sessler Verlag Wien

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