Es gibt kaum einen Film, der ohne Musik auskommt. Große Momente der Filmgeschichte wurden schon immer von den großen Melodien, die sich unwiderruflich im Gedächtnis des Publikums festgesetzt haben, untermalt. Das Quartett Saxofour bedient sich aus dem reichen Pool dieser Kompositionen, vermengt diese mit stilfremden Elementen und lässt dadurch etwas vollkommen Neues entstehen. Am 18. Dezember gibt es im Innsbrucker Treibhaus einmal mehr die Gelegenheit, diesen außergewöhnlichen Vierer auf seiner musikalischen Reise durch die Filmgeschichte zu begleiten.
Hinter dem Namen Saxofour vereinigen sich mit Wolfgang Puschnig, Klaus Dickbauer, Florian Bramböck und Christian Maurer vier der profiliertesten und stimmkräftigsten Saxophonisten des Landes. Wer die zahlreichen Projekte dieser Musiker kennt, der weiß, dass es sich hier um Künstler handelt, die sich stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen befinden und mit festgesetzten Grenzen wenig anfangen können. Zu welch großen musikalischen Taten sie in Gemeinschaft fähig sind, bewiesen sie im Mozartjahr 2006, als sie sich daran machten, die Stücke und Arien des Altmeisters einer Bearbeitung zu unterziehen. Doch anders als viele erwartet hatten, beließen die vier Musiker diese natürlich nicht in ihrer ursprünglichen Form, sondern versuchten sie durch ihr enorm facettenreiches und vielschichtiges Spiel in ein vollkommen neues klangliches Gewand zu hüllen. Wohl in einer bis zu diesem Zeitpunkt ungehörten Form wurde vom höchst experimentell agierenden Quartett die Selbstbefreiung vom Festgeschriebenen zelebriert.
Wolfgang Puschnig, Klaus Dickbauer, Florian Bramböck und Christian Maurer haben aber nicht nur ihre herausragenden spielerischen Fähigkeiten gemein. Was sie ebenfalls teilen, ist ihre Liebe zu Filmen und deren Musik, die auch in ihrem gemeinsam erarbeiteten Programm “Our Favourite Filmsongs” auf eindrucksvolle Art und Weise ihren Ausdruck findet. Eine seichte eins zu eins Wiedergabe der Originale kommt dabei für die vier Saxophonisten klarerweise nicht in Frage. Mit viel Humor, viel Phantasie und enormen Spielwitz hüllt das 1991 gegründete Ensemble die alten Klassiker der Filmgeschichte in ein ungemein originelles, vom Jazz getragenes und ungemein grooviges niveauvolles Klangkostüm. In eines das immer wieder auch Raum für überraschende Wendungen bietet.
Aus diesem Grund ist es auch nur schwer vorherzusagen in welche Richtung sich Wolfgang Puschnig, Klaus Dickbauer, Florian Bramböck und Christian Maurer im Rahmen eines Konzertes bewegen werden. Was die ganze Sache aber auch so spannend macht.(mt)
Foto © W.P.R. Schnabel