„Vibes Only“ ist das Motto von ROSE MAY ALABA und das hört man. Die Wienerin veröffentlicht ihr erstes Album „ROZEY!“ (Rose May Music). Darauf vermischen sich Pop-, Afrobeat- und R&B-Elemente mit einem einzigartigen Touch vermischt, der nur aus Wien kommen kann.
Passend zum Frühlingsbeginn präsentiert sich Rose May Alabas Album voller frischer Energie. Bisher hat die Sängerin schon einige Singles veröffentlicht – das Album ist daher die logische Folge. Prägend sind vor allem die eingängigen Beats, elektronischen Elementen und fließenden Melodien. Immer sorgen Instrumentaleinwürfe, wie Saxophon- und Gitarrenlicks, für noch mehr Charakter. Besonders definiert wird das Album aber von der Stimme der Künstlerin. Ihr klarer, ausdrucksstarker Gesang verleiht jedem Lied das besondere Etwas. Generell lädt die Musik dazu ein, sich zu bewegen und sich von ihr treiben zu lassen.
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Das Album ist, genauso wie die vorherigen Releases, von Alaba stark von ihren nigerianischen Wurzeln geprägt. Schon öfters reiste die Künstlerin nach Nigeria, um dort an ihrer Musik zum arbeiten. Dieser Einfluss zeigt sich zum einen dadurch, dass sich das Album im Genre des Afropop wiederfindet. Zum anderen sind auf „ROZEY!“ auch einige Features von nigerianischen Musikern zu finden, unter anderem von Odumodublvck und TAR1Q, die zu internationalen Größen der aktuellen Musikszene zählen. An manchen Stellen hat man aber auch das Gefühl etwas den Einfluss von Wien zu hören.
Ein großes Thema im Album ist die Liebe in all ihren Facetten. Doch dabei verzichtet Rose May Alaba auf plakative Phrasen – stattdessen spielt sie mit ihrer Ausdrucksweise und vermittelt stets das Gefühl, immer genau zu wissen, was sie will. Selbstbewusstsein und Charakterstärke sind essenzielle Elemente, die sich durch das gesamte Album ziehen. Kein Song wirkt zufällig oder beiläufig, sondern bewusst platziert.
„ROZEY!“ ist ein Album, das perfekt in den Frühling passt. Es ist ein Neubeginn und gleichzeitig auch eine konsequente Weiterführung von Rose May Alabas musikalischem Weg. Sie präsentiert sich als selbstbewusste Künstlerin, die genau weiß, wo sie musikalisch zuhause ist. Gleichzeitig lässt sie sich aber auch nicht von Genregrenzen einengen. Sie ist stolz auf ihre Herkunft mit all ihren Facetten – und das hört man auch.
Ylva Hintersteiner
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